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Schöllkraut
Schöllkraut

Schöllkraut: Das „Unkraut“ als Heilpflanze

Schöllkraut ist bei uns eine sehr weit verbreitete Pflanze, die überall am Wegesrand steht. Sie ist mit ihren gelben Blüten hell und freundlich von der Erscheinung und wird oftmals mit Butterblumen verwechselt. Sie zählt eindeutig zu den großen Heilpflanzen, die wir haben. Bei Leber-Galle-Erkrankungen ist Schöllkraut ein wahres Geschenk der Natur. In der Volksmedizin hat sie allerdings Karriere als Warzenkraut gemacht, da man dem milchig-gelben Saft traditionell zur Behandlung von Warzen verwendet.

3 Fakten zum Schöllkraut

Wusstest Du, dass...

...Die Samen des Schöllkrauts auch von Ameisen verbreiten werden?

...Schöllkraut von Siedlern in die USA importiert wurde, da sie es gegen Hauterkrankungen anbauten?

…Schöllkraut schon im Mittelalter bei Bauchkrämpfen angewendet wurde?

Pflanzensteckbrief von Schöllkraut

Botanischer Name:Chelidonium majus
Pflanzenfamilie: Mohngewächse
Weitere Bezeichnungen: Warzenkraut
Blütezeit: Mai bis September
Erntezeit: Mai bis September
Standort: sonnig bis halbschattig
Herkunft:heimisch
Blütenfarbe:gelb
Blütenform: Einzelblüte
Blattfarbe: grün
Blattform: gelappt
Blatteigenschaften:Blattunterseite leicht behaart
Bodenart: kiesig bis sandig
Bodenfeuchte: mäßig trocken bis frisch
ph-Wert: neutral
Kalkverträglichkeit: kalktolerant
Nährstoffbedarf: nährstoffreich
Giftigkeit: giftig

Allgemeines und Heilwirkung von Chelidonium majus

Schöllkraut ist krampflösend. Da Schöllkraut zu den Mohngewächsen zählt enthält es Alkaloide, die im Nervensystem krampflösend wirken. Man nutzt das bei Krämpfen der unwillkürlichen Muskulatur z.B. bei Magen-Darm-Krämpfen. Schöllkraut entspannt die Muskulatur und die Verdauung kann wieder normal ablaufen.

Schöllkraut ist antiviral. Die Alkaloidmischung in dem reizenden, gelben Saft des Schöllkrauts ist antiviral und wird schon seit langem bei Warzen erfolgreich eingesetzt. Man behandelt sie betroffenen Stellen äußerlich und die Hauterscheinung verschwindet rasch.

Schöllkraut ist gallenflussanregend. Die Alkaloide des Schöllkrauts entspannen die Muskulatur der Verdauung und ermöglichen so einen normalen Gallenfluss. Wenn wieder genug Gallenflüssigkeit in den Darm kommt, stimmen die pH-Werte und die Enzyme des Pankreas können ihre Verdauungsarbeit erledigen.

Was ist Schöllkraut?

Schöllkraut ist eine krautige Pflanze, die bis zu 70cm hoch wächst und zwei- bis mehrjährig lebt. Sie wächst bei uns weitverbreitet am Wegrand und auf wilden Wiesen und wird oftmals mit der Butterblume verwechselt. Wenn man ihre Stile abbricht, tritt sofort ein gelblich-milchiger, scharfschmeckender Saft hervor, der sehr hautreizend ist und in der Volksmedizin gegen Warzen eingesetzt wurde. Die ganze Pflanze ist alkaloidhaltig und daher giftig, jedoch konzentrieren sich die Alkaloide im Herbst in der Wurzel der Pflanze, die in dieser Phase hochgiftig ist. 

Chelidonium majus: Inhaltstoffe

Da Chelidonium zu den Mohngewächsen gehört hat es einen Wirkstoffmix aus verschiedenen Alkaloiden aufzuweisen und wirkt zum Teil über das Nervensystem.

Du findest die folgenden Inhaltsstoffe im Schöllkraut

Schöllkraut: Wirkung für Körper und Geist

Schöllkraut ist eine Pflanze, die alles in den Fluss bringt. Sie entspannt, regt an und entstaut. Ihre Wirkstoffe haben sowohl eine signifikante Wirkung auf den Verdauungsapparat wie auch auf das Nervensystem. Beide Systeme stehen sich antagonistisch gegenüber und Chelidonium dient dazu, den Verdauungspol anzuregen und so zu entspannen, dass er seine Arbeit machen kann. Dadurch, dass Chelidonium sowohl die Leber anregt Gallenflüssigkeit zu bilden als auch die Gallengänge entspannt und einen Durchfluss der Gallenflüssigkeit gewährleistet, gilt Chelidonium als besonders wichtiges Leber-Galle-Heilmittel. Die Gallenflüssigkeit kann so optimal in den Darm fließen, dort die pH-Werte einstellen und somit die Grundlage für die Verdauungstätigkeit der Enzyme und Bakterien gewährleisten. Äußerlich angewendet nutzt man die antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften des Schöllkrautsaftes um gegen Hauterscheinungen wie Warzen oder andere mikrobielle Ausschläge vorzugehen.

Eigenschaften von Schöllkraut

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde: Chelidonium majus

Durch seine Mischung an verschiedenen Wirkstoffen hat Chelidonium ein breites Anwendungsspektrum, was im Folgenden vorgestellt werden soll.

Schöllkraut bei Leber- und Gallenbeschwerden

Der Druck im rechten Oberbauch ist ein charakteristisches Zeichen für Leber-Galle-Probleme. Das können Zeichen für Steine, Gallenwegskrämpfe oder eine überlastete Leber sein. Schöllkraut regt die Lebertätigkeit an, steigert die Produktion an Gallenflüssigkeit in der Leber und entspannt die Gallengänge. So kann alles normal abfließen, die Krämpfe verschwinden und der Oberbauch-Druck verschwindet

Schöllkraut bei Magen-Darm-Beschwerden

Oftmals liegen Verdauungsprobleme wie Blähungen, Bauchweh und Übelkeit daran, dass nicht genug Gallenflüssigkeit in den Darm kommt. Die Verdauung funktioniert dann nicht, da der pH-Wert nicht stimmt und die Darmbakterien und Bauchspeicheldrüsenenzyme ihre Arbeit nicht machen können. Sobald diese pH-Werte wieder durch die Gallenflüssigkeit reguliert worden geht alles wieder seinen gewohnten, gesunden Weg.

Schöllkraut bei Antriebslosigkeit

Viele Menschen leiden unter chronischer Antriebslosigkeit. Oftmals liegt dem ein Leber-Gallen-Problem zu Grunde. Funktionieren die Verdauungsdrüsen nur noch schlecht, so ist dem Menschen öfters übel, der Appetit bleibt aus und die Verdauung kostet den Menschen so viel Energie, dass er ständig müde und antriebslos ist. Chelidonium bringt die Verdauungsdrüsen wieder in Schwung, regt die Bildung von Verdauungssäften an und sorgt so dafür, dass sich die Verdauung normalisiert. Damit kann der Körper die Verdauung wieder normal ablaufen lassen und Energie aus dem Prozess ziehen. Man fühlt sich wieder fitter und vitaler.

Chelidonium majus bei Kopfschmerzen

Es gibt ein Kopfschmerz und Migräne-Arten, die mit Leber-Galle-Störungen in Verbindung gebracht werden. Liegt ein solcher Kopfschmerz vor, so macht es Sinn die Leber anzuregen und die Galle in Fluss zu bringen. In beiden Fällen geht es um Krämpfe und Chelidonium hat eine entkrampfende Wirkung auf glatte Muskulatur, die in diesem Zusammenhang beide zusammenhängende Probleme aus der Welt schaffen kann.

Schöllkaut bei Gelbsucht

Es gibt drei verschiedene Arten von Gelbsucht und bei zweien ist Chelidonium eine der Heilpflanzen, an die gedacht werden kann. Produziert die Leber schlicht zu wenig Gallenflüssigkeit, so kann das Schöllkraut die Leberzellen zu einer vermehrten Bildung von Gallenflüssigkeit anregen. Außerdem entspannt das Schöllkraut die Gallengänge, so dass diese Gallenflüssigkeit gut in den Dünndarm laufen kann, wo sie ihre Wirkung entfaltet. Der Weg zu einer guten Verdauung ist also frei ihr steht nichts mehr im Wege.. 

Schöllkraut bei Atemwegsbeschwerden

Da Schöllkraut eine stark entkrampfende Wirkung hat, wird es gerne bei Asthma und Reizhusten verwendet. Hier entspannt es die glatte Muskulatur der Atemwege, wodurch diese wieder freier werden und der Mensch wieder ungehindert atmen kann und der Hustenreiz verschwindet.

Chelidonium majus bei Warzen

Schöllkraut enthält eine ganze Variation an unterschiedlichen Alkaloiden und auch Flavonoiden, die eine antivirale Wirkung haben. Außerdem ist sein Saft hautreizend und leicht ätzend. Dies macht man sich bei Warzen zu Nutze, in dem man den gelblichen Pflanzenfrischsaft direkt auf die betroffene Hautstelle gibt. Die enthaltenen Wirkstoffe gehen gegen die Viren vor und die Warze beginnt rasch zu schwinden, bis eine glatte, sauber Haut zurückbleibt.

Hinweise zur Verwendung von Schöllkraut

Grundsätzlich sollte Schöllkraut nur als apothekenpflichtiges Arzneimittel konsumiert werden. Dabei kommen meist Urtinkturen, spagyrische Zubereitungen oder niedrige, homöopathische Potenzen (bis D8) zum Einsatz. Diese sollten immer streng kurartig eingesetzt werden. Eine Dauertherapie mit Schöllkraut kann die Leber überreizen und zu Folgeproblemen führen.

Schöllkraut in der Schwangerschaft & Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf Schöllkraut verzichtet werden.

Schöllkraut bei Vorerkrankungen

Bei bekannter Leberzirrhose, Gallensteinen, chronischen und/oder infektiösen Hepatitiden sollte auf Schöllkraut verzichtet werden.

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