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Augentrost
Augentrost

Augentrost: Die natürliche Hilfe bei Augenleiden

Wenn man mit offenen Augen über unsere Magerwiesen wandert, wird einem der Augentrost immer wieder in Auge stechen. Seine unverwechselbare Blüte fällt auf und gefällt. Bei uns ist der Augentrost eine der 3 wichtigen Pflanzen zur Behandlung von Augenleiden. Seit über 700 Jahren wird er in der Augenheilkunde erfolgreich verwendet.

3 Fakten zum Augentrost

Wusstest Du, dass...

... die Almbauern den Augentrost ausreißen, weil er den Milchertrag ihrer Kühe reduziert?

... bis 2003 der für Arzneimittel verwendete Augentrost stets wild gesammelt war?

... die Franzosen ihn Casse-lunette, den Brillenbrecher nennen, weil er die Sehkraft verbessern soll?

Pflanzensteckbrief von Euphrasia officinalis

Botanischer Name:Euphrasia officinalis
Pflanzenfamilie: Sommerwurzgewächse
Weitere Bezeichnungen: Milchdieb, Wiesenwolf, Augendank
Blütezeit: Juli-September
Erntezeit: Mai-Juni
Standort: sonnig
Herkunft:heimisch
Blütenfarbe:weiß, gelb violett
Blütenform: zweilippig
Blattfarbe: hellgrün
Blattform: elliptisch, gezackter Rand
Blatteigenschaften:gezackter Rand, mit Drüsenhaaren versehen
Bodenart: mager, sandig-durchlässig
Bodenfeuchte: trocken bis mäßig feucht
ph-Wert: neutral
Kalkverträglichkeit: kalkverträglich
Nährstoffbedarf: gering, schmarotzt bei anderen Pflanzen
Giftigkeit: ungiftig

Allgemeines und Heilwirkung von Augentrost

Augentrost ist entzündungshemmend. Die Bindehaut des Auges ist sehr empfindlich auf Reizungen durch Staub, trockene Luft oder Pollen und reagiert häufig mit Trockenheit und Entzündung. Augentrost hemmt diese Entzündungen und befeuchtet die Bindehaut.

Augentrost ist antibakteriell. Durch seine Inhaltstoffe hat der Augentrost eine bakterienfeindliche Wirkung. Diese Bakterien werden abgetötet und können somit auch keine entzündliche Reizung mehr am Auge verursachen.

Augentrost ist adstringierend. Der Augentrost verursacht, dass stark durchblutete Gefäße sich zusammenziehen. Die Folge ist, dass die Durchblutung zurück geht. Bei infektiösen oder allergischen Entzündungen der Bindehaut wird die Durchblutung der Gefäße stark erhöht. Augentrost wirkt also gegensätzlich und beruhigt das Auge wieder.

Was ist Augentrost?

Der Augentrost ist eine Pflanze, die man in unseren Breiten auf Magerwiesen finden kann. Relativ häufig findest man sie in höheren Lagen auf Almwiesen, da sie bis zu 2300m ü. NN. wachsen kann. Die Pflanze fällt einem auf der Wiese recht schnell auf. Sie ist mit einer Wuchshöhe zwischen 15 und 40cm zwar nicht zwingend riesig, aber ihre charakteristische weiße Blüte mit violetten Adern und gelbem Fleck ist einzigartig.  

In der Volksheilkunde wird sie auch Wiesenwolf und Milchdieb genannt. Der Hintergrund diese sehr verwegenen Spitznamen liegt darin, dass der Augentrost ein Halbschmarotzer ist. Die Pflanze kann sich vollständig selbst ernähren, zapft aber mit seinen Saugwurzeln gerne die Wurzel anderer Pflanzen und Gräser an und raubt so Nährstoffe. Die Folge ist, dass bei einem starken Vorkommen an Euphrasia die sonstige Wiese in ihrem Wuchs zurückbleibt, die weidenden Kühe somit weniger zu Fressen haben und damit auch weniger Milch geben.

Euphrasia officinalis: Inhaltstoffe

Euphrasia ist leider noch nicht Gegenstand großer Studien gewesen. In der Erfahrungsheilkunde ist sein Stand jedoch gesichert und sein Potenzial bekannt. Die Inhaltsstoffe erklären seine Heilwirkung.

Du findest die folgenden Inhaltsstoffe im Augentrost:

Augentrost: Wirkung für Körper und Geist

Der Augentrost ist in der heutigen Zeit ein Spezialist in der Pflanzenheilkunde. Zusammen mit der echten Kamille und der Tollkirsche gehört er zu den 3 Großen der Augenheilkunde. Egal ob bei bakteriellen Entzündungen, Reizungen durch trockene Luft, Staub oder allergische Reaktionen, der Augentrost scheint immer die richtige Wahl zur Behandlung des Auges zu sein. Sogar bei der Verbesserung der Sehleistung soll der Augentrost helfen können. 

Man spricht ihm in der Volksmedizin auch eine gute Wirksamkeit bei Entzündungen der oberen Luftwege mit Husten, Heiserkeit und Nebenhöhlenentzündungen zu. Außerdem wird er in manchen, älteren Quellen als Heilmittel bei Magenerkrankungen angepriesen. Was alle genannten Anwendungen gemeinsam zu haben scheinen, sind ihre Schleimhäute. 

Aus der Augenheilkunde weiß man, dass der Augentrost eine gute, zuverlässige Wirkung auf entzündliche Prozesse der Schleim- und Bindehaut des Auges hat, und die Inhaltsstoffe erklären die Wirkung durchaus aus pharmakologischer Sicht. Nur wird der Augentrost bei Erkrankungen der Atemwege oder des Verdauungstraktes heute einfach nicht mehr angewendet. Ein Grund ist sicherlich, dass es einfach eine Vielzahl anderer Heilpflanzen gibt, die sich hierfür besonders empfehlen, deutlich mehr Erfahrungswerte aufweisen können und besser verfügbar sind.

Eigenschaften von Augentrost

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde: Euphrasia officinalis

Euphrasia ist ein Spezialist unter den Heilpflanzen. Die mit Augentrost verbundenen Indikationen sind miteinander verwandt. Er wird eigentlich immer im Rahmen von Augenerkrankungen mit Binde -und Schleimhautbeteiligung verwendet.

Augentrost bei Heuschnupfen

Dem Heuschnupfen liegt eine allergische Reaktion zu Grunde. Die blühenden Pflanzen lassen vom Wind ihre Pollen durch die Luft weitertransportieren. Pollen enthalten viel Eiweiß und fremde Eiweiße lösen bei Allergikern die allergischen Reaktionen aus. Diese vom Wind transportierten Pollen treffen nun auf die Nasen- und Augenschleimhäute. Diese entzünden sich leicht, schwellen an und tränen. Der Augentrost wirkt dieser Reaktion entgegen und sorgt dafür, dass die Augen das Tränen aufhören und weniger jucken. 

Euphrasia bei Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung kann durch Viren, Bakterien, Staub und Trockenheit verursacht werden. Es entzünden sich Schleim- und Bindehaut des Auges. Das Auge wird rot durch die erhöhte Durchblutung der Äderchen, juckt meist sehr stark und ist morgens durch dickes Sekret verklebt. Der Augentrost wird in Form von Augentropfen mehrfach täglich verabreicht und führt dazu, dass die Entzündung und damit die Durchblutung und das Jucken zurück gehen. Augentrost ist mit seinen enthaltenen Iridoidglykosiden entzündungshemmend, während die Gerbstoffe zusammenziehend auf Blutgefäße wirken.

Augentrost Wirkung bei Augen- und Nasenkatarrhe

Schnupfengeplagte kennen es: Augen- und Nase sind ein untrennbares Team, sie laufen gerne gemeinsam. Das liegt daran, dass beide Strukturen Schleimhäute besitzen, die bei Katarrhen entzündlich anschwellen und vermehrt Schleim bilden. Augentrost lässt durch seine Iridoidglykoside und Gerbstoffe die Entzündung zurückgehen und führt damit zu einem Abschwellen der Schleimhäute. Die Flavonoide kümmern sich unterdessen darum, dass Viren und Bakterien bekämpft werden und der ursächliche Grund für den Infekt verschwindet.

Augentrost bei grippalen Infekten

Als grippale Infekte beschreibt man eine ganze Reihe an virusbedingten Erkältungserkrankungen, die nicht durch den echten Grippe-Erreger, die Influenza Viren verursacht werden. Diese unterschiedlichen Viren machen Entzündungen im gesamten Augen-Nasen-Trakt und befallen sehr häufig auch die oberen Atemwege. Der Augentrost beruhigt die Schleimhäute, in dem seine Gerbstoffe die Blutgefäße zusammenziehen und damit die Schleimhäute die Menge an Schleim reduzieren. Außerdem sind die Iridoidglykoside entzündungshemmende und das Wundgefühl der Augen und Nase geht zurück. 

Augentrost Wirkung bei Gerstenkorn

Das Gerstenkorn ist eine eitrige Entzündung am Lidrand und geht mit starken Schmerzen einher. Der Grund ist eine Infektion mit Staphylokokken. Durch seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung kann der Augentrost hierbei die Symptome deutlich erträglicher machen. Sollte das Gerstenkorn jedoch weiterwachsen, und die Symptome immer schlimmer werden, dann wird der Augenarzt operativ eingreifen müssen.

Euphrasia Wirkung bei Lichtüberempfindlichkeit

Bei starken Entzündungen der Bindehaut werden die Patienten lichtüberempfindlich. Da die Bindehaut entzündet und das Auge stark von Wundsekret überzogen ist, kann sich die Lichtbrechung verändern und starke Lichteinstrahlung wird als unangenehm empfunden. Augentrost greift durch seine anti-infektiöse und entzündungshemmende Wirkung die Ursache der Lichtüberempfindlichkeit an und sorgt dafür, dass sich das Auge wieder beruhigt, die Lichtbrechung normalisiert und die Empfindlichkeit zurückgeht. 

Hinweise zur Verwendung von Augentrost

Augentrost wird heute als Fertigarzneimittel in Form von Augentropfen in der Apotheke angeboten und je nach Fall bis zu fünf Mal täglich pro Auge angewendet. Einige Hersteller haben den Augentrost als Bestandteil homöopathischer Komplexmittel zu Behandlung von Erkältungssymptomen enthalten. Diese Präparate werden weist mehrfach täglich oral eingenommen.

Augentrost in der Schwangerschaft & Stillzeit

Einer Anwendung von Augentrost in Form von Augentropfen während der Schwangerschaft steht nichts entgegen. Die lokale Anwendung im Auge gilt als unbedenklich.

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