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Engelwurz
Engelwurz

Engelwurz: Der Erzengel unter den Pflanzen

Die Engelwurz ist eine seit der Antike verwendete Pflanze, jedoch hauptsächlich in Nordeuropa. Es gibt daher kaum Überlieferungen bezüglich ihrer Anwendung zur damaligen Zeit. Ab dem Mittelalter findet man sie immer wieder als Bestandteil von Bitterelixiren. Diese so genannten Theriaks wirkten stoffwechselaktivierend und verdauungsfördernd, wurden aber oftmals als Allheilmittel gegen alles Mögliche eingesetzt. Ihren Namen archangelica verdankt die Pflanze ihrer abtreibenden Wirkung. Früher wurde sie von den Engelmachern, meist Mönchen, zur Abtreibung eingesetzt.

Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Verdauungsanregung. Dazu wird die Wurzel der Angelika verwendet, die im Frühjahr geerntet wird. Der hohe Bittergrad macht Angelikawurzel zur ersten Wahl, wenn die Verdauungsdrüsen angeregt werden sollen.

3 Fakten zu Engelwurz

Wusstest Du, dass...

... Angelika im Mittelalter als DIE Pflanze gegen die Pest galt?

... die Pflanze im 10.Jahrhundert durch die Wikinger nach Mitteleuropa gebracht wurde?

…die kandierten Stängel als Delikatesse gelten?

Pflanzensteckbrief von Engelwurz

Botanischer Name:Angelica archangelica
Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Weitere Bezeichnungen: Engelwurz, Erzengelwurz, Brustwurz, Angelikawurzel
Blütezeit: Juni bis August
Erntezeit: Blätter und Stängel vor der Blüte, Samen im September
Standort: sonnig bis halbschattig
Herkunft:Nord- und Osteuropa
Blütenfarbe:gelblich, grün, weiß
Blütenform: Doppeldolde
Blattfarbe: hellgrün
Blattform: gesägt, gezähnt
Blatteigenschaften:stängelumfassend
Bodenart: locker, sandig, tonig, Humus
Bodenfeuchte: nass, wechselfeucht, mag zeitweise Überschwemmung
ph-Wert: neutral um pH 7
Kalkverträglichkeit: kalkverträglich
Nährstoffbedarf: mittel
Giftigkeit: ungiftig

Allgemeines und Heilwirkung von Engelwurz

Angelikawurzel wird häufig eingesetzt, um die Magensaftproduktion zu fördern. Gerade alte Menschen und Patienten mit chronisch übersaurem Magen verlieren oftmals ihre Fähigkeit geringere Mengen, stärkerer und hochwertigerer Magensäure zu bilden. Angelika reguliert die Funktion und stärkt den Magen.

Angelica archangelica ist galletreibend. Durch seine krampflösenden und galleflussfördernden Eigenschaften kann die Gallenflüssigkeit wieder in den Darm fließen. Die Verdauung funktioniert wieder besser und der Darm beruhigt sich.

Angelika ist blähungstreibend. Stimmen die pH-Werte im Darm nicht und das Zusammenspiel der Darmbakterien ist gestört, so haben die Patienten häufig Blähungen. Angelikawurzel reguliert die pH-Werte, die Bakterien können arbeiten und die Blähungen gehen zurück.

Die Engelwurz ist durch ihre Inhaltsstoffe antimikrobiell wirksam. Daher lassen sich mit ihr auch Infektionen der Atemwege und des Darms erfolgreich behandeln.

Was ist Engelwurz?

Engelwurz ist eine bis zu 3m hohe, staudenartige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Man findet sie in feuchten Wiesen, am Wegesrand oder Bachufern. Sie ist meist 2-4-Jährig, blüht in dieser Zeit allerdings nur ein Mal. Ihr Stängel kann bis zu 10cm Durchmesser haben, ist leicht gerillt und innen hohl. Markant ist der würzig-aromatische Geruch, den die Pflanze verströmt.

Die Dolden der Pflanze enthalten 20-40 Doldenstrahlen und bilden kugelige Blüten, die der Pflanze einen lichthaften, imposanten und unverwechselbaren Charakter geben. Die gefiederten Blätter sind an langen, hohlen Stängeln befestigt und haben eine umlaufende Zahnung.

Angelica archangelica: Inhaltstoffe

Am markantesten bringt die Pflanze ihre Inhaltsstoffe durch ihren charakteristischen Geruch und ihre Bitterkeit zum Ausdruck. Dafür verantwortlich sind folgende Bestandteile:

Du findest die folgenden Inhaltsstoffe in Engelwurz:

Engelwurz: Wirkung für Körper und Geist

Die Engelwurz ist von ihrer Erscheinung her sehr majestätisch, hell und lichthaft. Sie präsentiert mit ihren strahlenhaften Blüten ihren sonnenhaften Charakter und ihr balsamischer, wohltuender Geruch unterstützt das. 

Ihre Bitterstoffe und ätherischen Öle haben signifikante Wirkungen auf die Verdauungsorgane. Angelika ist grundsätzlich krampflösend und verbessert dadurch den Abfluss von Gallenflüssigkeit in den entspannten Darm. Ihre Bitterstoffe regen außerdem die Sekretion der Verdauungsdrüsen an, so dass Magen, Bauchspeicheldrüse und Leber in ihrem Anteil an der Verdauung unterstützt werden.

Durch ihre enthaltenen Cumarine nimmt sie sanft Einfluss auf die Blutfluss-Eigenschaften und begünstigt eine gute Durchblutung der Gewebe. Durch diese Wirkung sagt man ihr auch schleimlösende Eigenschaften, besonders bei chronischer Verschleimung in den tiefen Bronchialstrukturen nach. 

Ihre ätherischen Öle haben zusätzliche eine antimikrobielle Wirkung, speziell auf Darm- und Bronchialerreger. 

Äußerlich kommt sie gerne bei nässenden, schlecht-heilenden Wunden und Ekzemen zum Einsatz.

Durch ihre lichten Eigenschaften und ihren hohen Gehalt an Bitterstoffen gilt sie als wohltuend für das Herz und das Gemüt, frei nach dem alten Lehrsatz: Bitter macht die Leber lustig und das Herz froh! Sie ist daher auch Bestandteil in Mischungen, die eigentlich die Seele als Ziel für ihre Wirkung haben.

Eigenschaften von Engelwurz

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde: Angelica archangelica

Durch seine starken aromatischen und bitteren Eigenschaften ist Angelikawurzel eine der großen Amara-Pflanzen und häufiger Bestandteil historischer Bitterelixire. Auch in dem bekannten Schwedentrunk ist sie immer enthalten. Eine gesunde Mitte (Verdauung) ist schließlich die Basis für einen gesunden Körper.

Engelwurz: Wirkung bei Magen- und Verdauungsproblemen

Viele Patienten haben Verdauungsprobleme, die ihren Ursprung im Magen haben. Der Magen produziert normalerweise eine sehr starke Säure. Stress, Genussmittel und zu viel schweres Essen kann dazu führen, dass der Magen viel zu viel dieser Magensäure produziert. Im Laufe der Jahre kann sich dieser Mechanismus erschöpfen, und der Magen fängt erschöpft an, zwar viel, aber minderwertige Magensäure zu produzieren. Die Folge ist eine Fehlverdauung, da z.B. die Eiweißverdauung voraussetzt, dass eine starke Magensäure Vorarbeit geleistet hat. Die Folge können Unwohlsein, Blähungen und ein ständiges Völlegefühl des Magens sein

Engelwurz: Wirkung bei Blähungen

Blähungen sind oftmals ein Anzeichen von Fehlverdauung. Sie können als Ursache sowohl einen zu sauren oder zu wenig sauren Magen haben wie auch einen Mangel an Gallenflüssigkeit oder Bauchspeicheldrüsen-Sekret. Tee oder Tinkturen aus Engelwurz haben nun die Eigenschaft, sowohl die Bildung der Magensäure und der Gallenflüssigkeit anzuregen. Auch die Bauchspeicheldrüse wird dadurch ein hochwertigeres Verdauungssekret in den Darm abgeben. Stimmt nun der pH-Wert des Darms, so können die Darmbakterien zusammen mit den Enzymen der Bauchspeicheldrüse die Verdauung der Nahrungsmittel sauber durchführen. Es entstehen keine Fäulnisgase, die zu Blähungen führen würden.

Angelica archangelica bei Sodbrennen

Sodbrennen geht meist auf Stress oder eine damit verbundene Fehlernährung einher. Der Patient isst zu viel Weißmehl, zu fett, zu schwer und auch zu viel. Meist liebt er Genussmittel wie Kaffee und Zigaretten, die den Magen zusätzlich reizen. Der Magen produziert also ständig (zu) hohe Mengen an Magensäure, die nun in die ungeschützte Speiseröhre aufsteigen kann und dort zu einem unangenehmen Brennen führt. Langfristig ist das sehr ungesund, und es begünstigt die Entstehung von Speiseröhrenkrebs. Magensäure ist eine starke Säure und verätzt die Speiseröhre stark. 

Die Engelwurz wirkt mit ihren Bitterstoffen regulierend auf die Aktivität der säureproduzierenden Belegzellen des Magens. Dadurch wird der Magen beruhigt und die Menge an Magensäure sinkt. Das Sodbrennen geht zurück, da keine Magensäureüberschuss mehr in die Speiseröhre fließen kann.

Engelwurz: Wirkung als Emotionsmittel

Engelwurz unterstützt die Tätigkeit aller Verdauungsdrüsen und optimiert die Nährstoffaufnahme. Eine Leber, die sich mit der Verdauung und der Aufnahme von Nährstoffen nicht zu sehr belasten muss, hat Kapazitäten frei, um sich um ihre anderen, hunderte von Stoffwechselvorgängen zu kümmern. Diese Entlastung der Verdauung führt dazu, dass der Körper weniger ‚angestrengt‘ ist und mehr Kraft und Energie übrighat. Man fühlt sich fit, gesund und vital. Deshalb sagt man, die Leber bildet aus der Nahrung die Lebensenergie. Hat man viel Lebensenergie, so fühlt an sich gut und freut sich seines Lebens. Bitter macht die Leber lustig, Herz und Seele froh!

Angelica archangelica bei Hautproblemen

Viele Hautausschläge haben ihre Ursache im Stoffwechsel. Die Haut ist schließlich ein Ausscheidungsorgan. Kommt der Körper mit der Ausscheidung über Leber, Niere und Darm nicht hinterher, so kann er auf die Haut zurückgreifen. Ursache sind oftmals Schwächen im Bereich von Leber, Nieren und Darm, die durch einen übermäßigen Lebensstil bedingt sind. Der Körper muss seinen Abfall aus dem Stoffwechsel ausscheiden. Die Haut wird nun diese Aufgabe übernehmen und reagiert mit undefinierbaren Ausschlägen an beliebigen Stellen. Stoffwechselunterstützende Bitterstoffe wie die der Engelwurz kurbeln die Ausscheidung über die herkömmlichen Organe an und entlasten die Haut. Der Hautausschlag verschwindet wieder. Wichtig hierbei ist immer viel Wasser zu trinken, da die Niere das Wasser zum Spülen braucht.

Engelwurz Wirkung bei Stress

Stress verursacht nicht nur im Nervensystem Symptome. Auch der Stoffwechsel der Leber geht in die Knie, da diese die ganzen Stresshormone aus der Nebennierenrinde wie Cortisol und Adrenalin wieder abbauen muss. Dauert dieser Stress lang an, so kann die Leber unter dieser Dauerlast in die Knie gehen. Die Folge sind häufig starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Engelwurz unterstützt den Leberstoffwechsel mit seinen Bitterstoffen und Cumarinen dabei, die Stresshormone besser und schneller abzubauen. Die Leber wird entlastet und arbeitet besser, der Mensch fühlt sich wieder fitter.

Engelwurz bei Schlafproblemen

Auch bei Schlafproblemen spielen Stresshormone eine große Rolle, da sie die Leber belasten. Die Patienten berichten häufig um eine bestimmte Uhrzeit in Nacht zwischen 1-3 Uhr aufzuwachen. In der chinesischen Medizin gilt dies als Leberzeit, da sich um diese Zeit das Organ selbst pflegt und regeneriert. Wacht der Patient nun in dieser Zeit auf, so ist es ein Hinweis, dass dieses Organ Pflege braucht. Eine Kur mit Engelwurz bietet sich nun an, da Sie die Leber entlastet und ihr ihrer Regeneration wieder ermöglicht. 

Angelica archangelica bei nässenden Wunden

Schlechtheilende nässende Wunden reagieren meist nicht auf konventionelle Heilsalben. Engelwurz ist antimikrobiell und mit seinen Cumarinen auch blutflusserhöhend. Dadurch wird die Wunde sauber gehalten und die Durchblutung verbessert. Die Wunde kann ausheilen und sich schließen. Man kann dafür sowohl wässrige Auszüge wie auch Salbenzubereitungen verwenden und als Verbände aufbringen.

Hinweise zur Verwendung von Engelwurz

Engelwurz wird meist als Bestandteil von Tee- oder Tropfenmischungen angewendet. Die Dosierung erfolgt meist drei Mal täglich vor dem Essen, da man die verdauungsanregende Wirkung vor der Nahrungsaufnahme nutzen möchte. Eine Dauereinnahme ist nicht angezeigt. Sie sollte kur-artig zum Einsatz kommen für einige Wochen oder speziell bei schweren Speisen.

Engelwurz in der Schwangerschaft & Stillzeit

Durch seine adstringierende Wirkung der Bitterstoffe und den blutungsfördernden Cumaringehalt sollte die Engelwurz während der Schwangerschaft in keiner Form eingenommen werden.

Engelwurz und Sonnenlicht

Die enthaltenen Furanocumarine machen lichtempfindlich und können eine Hautentzündung begünstigen. Sowohl eine äußerliche wie auch innerliche Anwendung ermöglichen diese Nebenwirkung. 

Engelwurz bei Magen-Darm-Geschwüren

Engelwurz regt die Bildung von Magensäure an. Hat der Patient bereits ein Magen-Darm-Geschwür, so ist ein Mehr an Säure nicht gewünscht, bis das Geschwür nachweislich abgeheilt ist. Einer Einnahme während einem Magen-Darm-Geschwür ist also abzuraten.

Engelwurz-Frischsaft

Der Kontakt mit dem frischen Saft aus den Stängeln der Pflanze kann bei empfindlichen Menschen zu einer Hautentzündung also einer Kontaktdermatitis führen.

Engelwurz und Riesenbärenklau

Beide Pflanzen sehen sich für den absoluten Laien sehr ähnlich. Immer wieder wird vor der Verwechslung gewarnt, denn der Riesenbärenklau für bei Berührung zu massiven Verbrennungen, die meist klinisch behandelt werden müssen. Daher Vorsicht bei dem Anfassen der Pflanze, man sollte sich sicher sein.

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