Goldsiegelwurzel
Goldsiegelwurzel

Goldsiegelwurzel: Der Sauerdorn Nordamerikas

Die Heilpflanze Hydrastis gehört in der Homöopathie zu den wichtigen Heilmitteln und wird eigentlich zu selten verwendet. Als Heilpflanze ist sie in unseren Breiten nicht so populär. Das liegt allerdings nicht an ihrem enormen Potenzial. Bei Leber- und Verdauungstrakt-Erkrankungen gehört sie eigentlich zu den bedeutendsten Heilpflanzen. Jedoch ist die von ihrer Wirkung stark mit dem heimischen Sauerdorn, der Berberitze, verwandt, welche ihr schlicht ein wenig den Rang abläuft.

3 Fakten zur Goldsiegelwurzel

Wusstest Du, dass...

... der Hauptwirkstoff Berberin nach der Berberitze benannt ist.

... Hydrastis über stark blutungswidrige Eigenschaften verfügt?

... die Cherokee-Indianer die Wurzel gegen Krebs verwenden?

Pflanzensteckbrief von Goldsiegelwurzel

Botanischer Name:Hydrastis canadensis
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse
Weitere Bezeichnungen: Goldsiegelwurzel, kanadische Gelbwurz
Blütezeit: Mai bis Juli
Erntezeit: Frühjahr und Herbst
Standort: Schattig
Herkunft:Kanada
Blütenfarbe:weiß
Blütenform: Körbchen
Blattfarbe: grün
Blattform: handförmig
Blatteigenschaften:gelappt
Bodenart: humus
Bodenfeuchte: feucht
ph-Wert: neutral
Kalkverträglichkeit: kalkempfindlich
Nährstoffbedarf: hoch
Giftigkeit: giftig

Allgemeines und Heilwirkung von Hydrastis canadensis

Hydrastis ist adstringierend. Ihre Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass sich Blutgefäße zusammenziehen. Dadurch können Blutungen gestillt werden und Verletzungen behandelt.

Hydrastis ist leberanregend. Sie regt das Organ zur Produktion von Gallensaft an, indem sie die Tätigkeit der Leberzellen erhöht. Dadurch verbessert sich die Verdauung und man fühlt sich leichter und fitter.

Hydrastis ist verdauungsfördernd. Durch Hydrastis produziert die Leber mehr Gallensaft. Dieser stellt den pH-Wert des Darms besser ein und sorgt dafür, dass die verdauenden Enzyme des Pankreas und die Bakterien des Darm besser ihre Arbeit machen können. Der Stuhlgang kann so mühelos von statten gehen und Verstopfungen sind kein Thema.

Was ist Goldsiegelwurzel?

Die Goldsiegelwurzel ist eine ausdauernd krautige Pflanze, die bis zu 50cm hoch wächst. Dabei bildet sie aufrecht stehende, unverzweigte Stängel mit einer endständigen Blüte aus. An jedem Stängel befindet sich ein Grundblatt und zwei Stängelblätter. Die Blätter machen einen ledrigen, genarbten Eindruck, sind mehrfach gelappt und an den Rändern gesägt. Die Blüte ist weiß mit hellgrün und die Blütenblätter sind fadenähnlich aufgebaut. Das Besondere der Pflanze ist das kriechende Rhizom, also Wurzelgeflecht, mit dem sich die Pflanze verbreitet und ihr Überleben sichert. An manchen Stellen ist dieses Wurzelwerk knollig verdickt. Dieses Rhizom wird arzneilich verwendet. Ihre Heimat ist Nordamerika. Sie liebt schattige Standorte mit feuchtem Waldboden.

Hydrastis canadensis: Inhaltstoffe

Für die Herstellung von Tinkturen wird die getrocknete, kleingeschnittene Wurzel verwendet. Diese enthält vor allem:

Goldsiegelwurzel: Wirkung für Körper und Geist

Die Pflanze enthält zwei hochwirksame Alkaloide. Die eine ist Berberin. Der Stoff ist aus der Berberitze als Wirkstoff bekannt und hat hervorragende Wirkungen auf den Leber-Galle-Stoffwechsel. Die andere Substanz ist Hydrastin, welches maßgeblich für die blutstillende Wirkung verantwortlich ist. Grundsätzlich ergibt sich eine antiseptische, fungizide, blutungshemmende und antibiotische Wirkung. Durch die leberaktivierende Kraft von Berberin wurde Hydrastis früher auch bei Bindehautentzündungen eingesetzt. Speziell bei Myomen der Gebärmutter wird Hydrastis auch heute noch wegen seiner Blutung stillenden Kraft und seine positiven, entstauenden Effekte auf die Pfortader eingesetzt. Ihr Haupteinsatzgebiet sind daher mit dem Verdauungssystem assoziierte Probleme.

Eigenschaften von Hydrastis canadensis

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde: Goldsiegelwurzel

Von den Hauptwirkstoffen der Goldsiegelwurzel leiten sich diverse Einsatzgebiete ab, bei denen langjährige Erfahrungen in der Naturheilkunde vorliegen.

Hydrastis canadensis bei Schwäche

Hydrastis ist stoffwechselaktivierend. Bei allgemeiner Schwäche kann sie daher helfen, da sie den Leberstoffwechsel aktiviert. Ein funktionierender Stoffumsatz in der Leber greift positiv auf das Gesamtbefinden ein und stellt neue Kraft zur Verfügung. Die Stoffverwertung und Ausscheidung des Körpers wird spürbar verbessert und entlastet den Körper.

Hydrastis canadensis bei Leeregefühl im Magen

Die kanadische Gelbwurz regt den Stoffwechsel und Appetit an. Damit wandelt sich ein unangenehmes leeregefühl im Magen in echten Hunger um. Die Verdauung verbessert sich und die Verdauungsorgane entspannen sich. Das Leergefühl lässt nach und Wohlbefinden kehrt zurück.

Hydrastis canadensis bei Hämorrhoiden

Meist gehen Hämorrhoiden auf einen blockierten Leberstoffwechsel zurück. Stauungsphänomene der Pfortader entstehen, da nährstoffreiches Blut von der Leber nicht ausreichend bearbeitet werden kann. Die feinen Gefäße des Hämorrhoidalgeflecht schwellen an, jucken oder platzen sogar und führen zu Blutungen. Funktioniert die Leber wieder wie gewohnt, so geht der Pfortaderstau zurück und die Hämorrhoiden verschwinden wieder.

Hydrastis canadensis bei Verstopfung

Viele Verstopfungen liegen daran, dass die Galle nicht genug Gallenflüssigkeit in den Darm ergießt. Dadurch stimmen die pH-Werte nicht und die Enzyme können ihre Arbeit im Darm nicht machen. Hydrastis regt die Gallenproduktion an, so dass sich alle Mechanismen wieder normalisieren und die Verstopfung nachlässt.

Hydrastis canadensis bei Schleimhautentzündungen

Gerade Hydrastin hat eine ausgewiesene Wirkung auf die Schleimhäute, da sie die Durchblutung der Schleimhäute und damit deren Stoffwechsel beeinflusst. Wird die Durchblutung gehemmt durch Hydrastin, so gehen Entzündungen und Schwellungen zurück. Ist die Ursache infektiöser Natur, so hilft das antimikrobielle Potenzial der kanadischen Gelbwurz dabei die Ursache zu beseitigen.

Hydrastis canadensis bei Schuppenflechte

Einige Hautausschläge können ihre Ursache im Leberstoffwechsel haben. Die Ausscheidung funktioniert nicht richtig und die Haut muss diese Aufgaben übernehmen. Die Folge sind Ausschläge. Innerlich angewendet regt die Gelbwurz den Stoffwechsel an und entlastet damit die Haut. Äußerlich kann sie bei den Ausschlägen genutzt werden, um den Juckreiz zu reduzieren, da sie die Blutgefäße zusammenzieht und die Entzündung verringert.

Hinweise zur Verwendung von Hydrastis canadensis

Hydrastis wird kurartig bei Problemen eingesetzt. Meist ist sie Bestandteil von Mischungen und wird mehrfach täglich eingenommen. Dabei können Tabletten, Tropfen oder Sprays zur Anwendung kommen. Diese sind immer homöopathische oder spagyrische Zubereitungen. Tee-Anwendungen sind aufgrund der Giftigkeit nicht üblich. Eine dauerhafte Einnahme ist nicht zu empfehlen.

Goldsiegelwurzel in der Schwangerschaft & Stillzeit

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Hydrastis nicht angewendet werden, da sie Einfluss auf die Durchblutung nimmt.

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