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Avena Sativa
Hafer

Hafer: Das Aufbau- und Beruhigungsmittel

Hafer ist eines der wertvollsten Getreide, die es bei uns gibt. In Schweizer Pfahlbausiedlungen der Bronzezeit hat man Hafer nachgewiesen und aus germanischer Zeit und dem Frühmittelalter ist Hafer als Speisegetreide bekannt. Seit der Industrialisierung und damit dem zunehmenden Einsatz von Maschinen geht der Konsum an Hafer jedoch stetig zurück. Gerade im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Hafer das Getreide, dass zu Fütterung der (Arbeits-)Pferde verwendet wurde.

In der Naturheilkunde hat Hafer eine lange Tradition als Kräftigung- und Beruhigungsmittel. Sein Wert als pflanzliche Eiweißquelle ist schon lange geschätzt und bekannt. Vor einigen Jahren gaben Erkenntnisse hinsichtlich seines Beitrages zur Darmgesundheit seinem Wert noch mal neues Gewicht. Gerade Diabetikern und Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wird der Hafer als hervorragendes Lebensmittel in der Praxis gerne empfohlen. 

5 Fakten zum Hafer

Wusstest Du, dass...

... der Futter-Hafer für Pferde früher nicht entspeltzt wurde und daher die Redewendung ‚mich sticht der Hafer‘ kommt?

... Klassischer Porridge als super gesund für Magen und Darm gilt?

… Hafer einen hohen Eiweiß-Gehalt hat und viele Spurenelemente enthält?

… Hafer so widerstandfähig gegen Kälte ist, dass er bis 1600m angebaut werden kann?

Pflanzensteckbrief von Hafer

Botanischer Name:Avena sativa
Pflanzenfamilie: Süßgräser
Weitere Bezeichnungen: Haber, Haver, Biwen
Blütezeit: Juni bis August
Erntezeit: Mitte August
Standort: Äcker und Getreidefelder
Herkunft:Vorderasien, heimisch seit ca. 5000Jahren
Blütenfarbe:hellgrün bis gelb
Blütenform: Schnabelartig
Blattfarbe: hellgrün
Blattform: lanzettenförmig-länglich
Blatteigenschaften:bis zu 40cm lang
Bodenart: optimalerweise Lehmboden
Bodenfeuchte: mäßig bis feucht
ph-Wert: 6,5 bis 7,0
Kalkverträglichkeit: mittel
Nährstoffbedarf: mittel
Giftigkeit: ungiftig

Allgemeines und Heilwirkung von Avena sativa

Hafer ist beruhigend und kräftigend. Bei nervlicher Überreizung und Erschöpfung gilt er als wahres Wundermittel! Wenn Du viel Stress, auch über längeren Zeitraum, hattest, ist es ratsam an Hafer zu denken. Schon der regelmäßige Haferbrei am Morgen versorgt Dich wieder mit den Nährstoffen, die Deine Nerven brauchen und Du fühlst Dich wieder zurück in der Mitte Deiner Kraft.

Hafer ist ein gutes Getreide bei Diabetes Typ 2. Zuckerpatienten müssen darauf achten, dass sie ihre Gesamtmenge an Kohlenhydraten reduzieren und die gegessenen Kohlenhydrate einen guten glykämischen Index aufweisen. Das bedeutet, dass das Kohlenhydrat langsam vom Körper aufgenommen wird und Dein Blutzuckerspiegel keine kurzzeitigen Anstiege und Abfälle erlebt. Denn damit einhergehen auch ein rasanter Anstieg und Abfall Deines Insulins und das soll verhindert werden. Langsam, aber konstant ist hier besser als schnell und plötzlich.

Hafer reduziert auch Dein Gesamt-Cholesterin und Dein ‚schlechtes LDL-Cholesterin‘. Es bindet Cholesterin im Darm und das Cholesterin wird dann mit dem Stuhl ausgeschieden. In Folge verringert sich dein Risiko für Arteriosklerose und somit auch für KHK und Schlaganfälle.

Auch bei Leber-Galle-Störungen ist Haferbrei eine gute Wahl. Hafer selbst regt in der Leber keine Nachbildung von Gallenflüssigkeit an und bringt eine volle Gallenblase dazu, Gallenflüssigkeit abzugeben. Dadurch entstaut sich das Leber-Galle-System und Deine Verdauung verbessert sich.

Die Zöliakie ist eine Darmerkrankung die sich in den letzten Jahren zunehmend verbreitet. Die Patienten haben Probleme mit Gluten, einem Getreidekleber. Viele Getreidearten enthalten Gluten, allen vorweg der Weizen und führen bei den Betroffenen zu massiven Darmkrämpfen und Bauchweh. Hafer hat von sich aus kein Gluten enthalten und kommt daher für Zöliakie-Patienten als Getreide in Frage.

Was ist Hafer?

Hafer ist ein einjähriges Getreide aus der Familie der Süßgräser. Er ist seit mehreren tausend Jahren bei uns heimisch und wird seit ca. 2000 Jahren als Getreideart angebaut und genutzt. Mit der industriellen Revolution verlor der Hafer seine Bedeutung, da die Nachfrage nach ihm als Futterpflanze zurückging. Heute ist wieder ein Anstieg der Nachfrage zu bemerken, da er mit dem Aufkommen der Müsli-Kultur eine Renaissance erlebte. Vom Hafer werden heute verschiedene Pflanzenteile des Hafers genutzt. Die Haferflocken stellt man aus dem entspeltzten Vollkorn her. Haferkraut und Haferstroh verwendet man z.B. für Tee oder Sitzbäder.
Die letzten Jahre stand das Thema Kuhmilchverzehr immer wieder als Diskussionsthema auf der Agenda. Gerade die vegane Strömung hat hier pflanzliche Alternativen gefördert. Haferdrinks haben sich als gute pflanzliche Alternative etabliert.
Hafer ist selbstverständlich vegan, reich an Eiweiß, frei von Gluten und damit eine gute Wahl für alle Menschen mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt.

Avena sativa Inhaltsstoffe

In der Heilkunde wird Hafer viel bei Themen wie nervlicher Zerrüttung, Stress, Unruhe und Erschöpfung verwendet. Durch seine hochwertigen Ballaststoffe hat er sich die letzten Jahre zusätzlich als darmregulierender Immunbooster empfohlen. Die nachgewiesenen Inhaltsstoffe erklären seine Wirkung.

Du findest die folgenden Inhaltsstoffe im Hafer:

Hafer: Wirkung für Körper und Geist

Hafer ist ein Kraftgeber auf allen Ebenen. Mit seinen hohen Mengen an Spurenelementen wie Eisen, Magnesium und Zink ist er für das Nervensystem eine wahre Goldgrube an Nährstoffen. Eisen gibt Energie und wird für die Blutbildung benötigt, Zink und Magnesium sind notwendig für eine gesunden Nervenstoffwechsel. Sie beruhigen und kräftigen das Zentralnervensystem, indem sie an der Reizübertragung beteiligt sind. Für den Körper bedeutet eine gute Versorgung mit Eisen auch eine gute Versorgung mit Sauerstoff. Die roten, eisenhaltigen Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff in unserem Körper. Magnesium ist wichtig, damit man entspannte, lockere Muskeln hat und sich schmerzfrei bewegen kann und Zink macht weniger anfällig gegen Erkältungen.

Eine hohe Ballaststoffzufuhr ist für die Darmgesundheit bedeutend. Wenn man genug Ballaststoffe zu sich nimmt, sinkt die Chance auf Verstopfungen. Aber die enthaltenen Ballaststoffe sind besonders. Sie enthalten im hohen Maße sogenannte Beta-Glucane. Studien haben ergeben, dass die Beta-Glucane nicht nur als herkömmlicher Ballaststoff dienen, sie fördern auch die wichtige Population an milchsäurebildenden Lacto-Bazillen im Dünndarm und unterstützen damit das Immunsystem.  Und gerade hier hapert es aufgrund moderner Lebensweise bei vielen Menschen. Zusätzlich zu dem positiven Effekt auf die Lacto-Bazillen hat man beobachtet, dass Beta-Glucane sowohl den Gesamtspiegel an Cholesterin als auch das ‚böse‘ LDL-Cholesterin reduzieren. Das bedeutet, dass sie eine gewissen antioxidativen Effekt haben müssen und dementsprechend auch das Risiko für koronare Herzerkrankungen, Herzinfarkte und arteriosklerotische Prozesse reduzieren.

Hafer ist insgesamt als eines der wichtigsten Nahrungsmittel für Sportler bekannt und viel genutzt.

Eigenschaften von Avena sativa

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde - Hafer

Durch seine enorme Vielfalt an Inhaltsstoffen hat es der Hafer zu einem breiten Anwendungsfeld geschafft. Er ist aufbauend und kräftigend für nervlich stark beanspruchte Menschen.

Hafer: Wirkung bei Schlafproblemen

Haferkraut-Tee hat eine lange Geschichte als Mittel bei Schlafproblemen. Schon im Mittelalter wurde er dem Schlaflosen als bäuerliches Mittel für einen tiefen Schlaf empfohlen. Auch heute findet er noch seine Anwendung. Haferkraut-Tinkturen sind Bestandteil vieler naturheilkundlicher Präparate, die bei Schlaf- und Nervenproblem verordnet werden. Grund sind die gute Verträglichkeit und die zuverlässige, entspannende Wirkung auf das Zentralnervensystem. 

Hafer für das Immunsystem

Der Hafer enthält viele Ballaststoffe darunter die wertvollen Beta-Glucane. Die Beta-Glucane pflegen den Darm, indem sie dazu beitragen, dass die wichtigen Milchsäure-Bakterien wie Lactobaciluus acidophilus fördern und zu ihrer Vermehrung im Dünndarm beiträgt. Ein gesunder Dünndarm ist die Basis für eine starke Immunabwehr. Beta-Glucane werden in der Darmschleimhaut vom Immunsystem erkannt und bewirken, dass die Zellen des Immunsystems aktiviert werden. Diese aktivierten Immunzellen sind nun wesentlich aufmerksamer gegenüber wirklichen Erregern und verhindern Infektionen frühzeitiger.

Hafer: Wirkung bei Konzentrationsstörungen

Konzentrationsstörungen sind nicht immer mit einem Energieüberschuss verbunden. Viele Konzentrationsstörungen sind mit Unruhe durch tatsächliche Energielosigkeit verbunden. Dadurch, dass Avena sativa B-Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink liefert, bekommt der Mensch wieder Energie, echte Kraft und die Ruhe, sich wieder auf seine Arbeit konzentrieren zu können. 

Avena sativa bei nervöser Erschöpfung

Meist geht einer nervlichen Erschöpfung auch eine massive, länger andauernde Belastung voraus. In dieser Belastung sind die Speicher an B-Vitaminen, Eisen, Zink und Magnesium geleert worden. Hafer ist die perfekte Pflanze, um diese leeren Speicher wieder aufzufüllen, da sie alles enthält, was das Nervensystem für eine gute Funktion braucht. 

Hafer als Kräftigungsmittel

Auch nach länger anhaltender schwerer Erkrankung kann man an Hafer als Aufbaumittel denken. Durch seinen hohen Anteil an hochwertigem Eiweiß ist Hafer sehr nahrhaft und stärkend. Haferschleim wurde daher schon seit jeher den Kranken zum Essen gegeben. Auch das klassische Bauernfrühstück sah Haferzubereitungen vor. Wenn man einen ganzen Tag auf dem Feld arbeitet, braucht man Kraft und der Hafer liefert diese Kraft.

Hafer bei Diabetes

Der Diabetiker hat ein Problem mit Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten. Wenn er diese isst, geht der Blutzuckerspiegel schnell hoch und womöglich muss er Insulin (nach-)spritzen. Doch anschließend geht der Zuckerspiegel wieder genauso schnell runter und der Heißhunger kommt. Dadurch, dass Hafer sehr hochwertige, langkettige Kohlenhydrate enthält, hat man diesen Effekt nicht. Der Blutzuckerspiegel geht langsam und konstant hoch und fällt nicht schnell wieder herab. Man sagt also, er habe einen sehr niedrigen glykämischen Index, denn je geringer dieser Index, desto weniger passiert dem Blutzuckerspiegel ein rasanter Anstieg und Abfall. 

Hafer bei Hypercholesterinämie

Cholesterin ist ein Stoff, der zu den sogenannten Blutfettwerten gezählt wird. Er ist für den Körper enorm wichtig. Wird dieser Wert jedoch viel zu hoch, so kann er sich in Zellwände deiner Blutgefäße einlagern, diese verdicken und damit die sogenannte Arteriosklerose auslösen. Diese Arteriosklerose ist der Nr.1 Risikofaktor für Schlaganfälle, koronare Herzerkrankung und Herzinfarkte. Die im Hafer enthaltenen Beta-Glucane haben die Eigenschaften, das Gesamtcholesterin und auch das LDL-Cholesterin zu senken und damit das auch das Risiko für den Patienten zu senken an einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder ähnlichen zu erkranken.

Avena sativa bei Leber-Galle Störung

Dadurch, dass Hafer einen sehr hohen Ballaststoffanteil hat ist es für Patienten mit viel Gallenflüssigkeit optimal. Hafer regt die Neubildung der Gallenflüssigkeit nur minimal an, seine Ballaststoffe fördern aber den Abfluss der Galle in den Darm, wo sie auch hingehört. Die Folgen sind eine Entstauung der vollen Gallenblase, eine Verbesserung der Verdauung und eine Entlastung der Leber.

Hafer bei Neurodermitis

Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, bei der das Nervensystem eine wichtige Rolle spielt. Faktoren wie Stress und psychische Belastungen verschlimmern meist den Krankheitsverlauf. Hafer ist hier gleich mehrfach einsetzbar. Haferstroh-Bäder werden gerne gemacht, da sie juckreizstillend sind und die Nerven äußerlich beruhigen sollen.

Hafer-Tinkturen oder Haferflocken im Müsli können allerdings positiv sein, da sie wichtige B-Vitamine und Spurenelemente wie Magnesium und Zink liefern, die dem Neurodermitiker in der Regel Entlastung und Linderung bringen und wichtig für ein gesundes Nervensystem sind.

Hafer bei Zöliakie

Da Hafer nicht mit anderen Getreiden verwandt ist, enthält er kein Gluten. Dieses Gluten ist bei Zöliakie-Patienten die Ursache für ihre Darmprobleme wie Durchfall, Schmerzen, Krämpfe und Entzündungen. Hafer kann also nahezu bedenkenlos gegessen werden.

Hinweise zur Verwendung von Hafer

Die häufigste Form Hafer zu verwenden sind die Haferflocken in einem Müsli zu essen. Im englischsprachigen Raum ist der Porridge, also ein gekochter Haferschleim als Frühstück gängig. Auch bei uns wird der Hafer immer mehr als Basis für Frühstücksbreie genutzt. Im bekannten Bircher Müsli sind Haferflocken ein Hauptbestandteil. Sinnvoll ist es die Haferflocken vor dem Verzehr über Nacht einzuweichen. Sie sind dann leichter für den Darm zu verdauen.

Ansonsten gibt es unzählige Tinkturen und Tabletten verschiedener naturheilkundlicher Hersteller die Hafer als Zutat enthalten.

Grüner Hafer-Tee oder Haferstroh ist in gut sortierten Reformhäusern oder Apotheken zu kaufen. Man kann damit sowohl Vollbäder machen als auch den morgendlichen Tee aufsetzen.

Hafer in der Schwangerschaft & Stillzeit

Hafer stellt in der Schwangerschaft kein Problem dar. Sowohl äußerliche wie innere Anwendungen sind machbar. Gerade Haferflocken als Müsli sind sogar ausgesprochen zu empfehlen. Sie liefern Eiweiß, Zink, Magnesium und Eisen, beruhigen den Darm, da sie den Gallenfluss harmonisieren und geben Power in einer anstrengenden Zeit.

Hafer bei einer Getreideallergie

Nur weil man gegen das eine Getreide allergisch ist, musst man nicht gegen das andere auch allergisch sein. Am besten lässt man im Rahmen eines Allergietests feststellen was Probleme macht und richtet sich danach.

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