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Hopfen
Hopfen

Hopfen: Vom Schlafmittel zur Kulturpflanze

Der Hopfen ist in unseren Breiten sicher die Kulturpflanze Nummer 1. Berühmt geworden ist die Pflanze, als man sie als Bestandteil des Bieres in den mittelalterlichen Klöstern entdeckt hat. Man geht davon aus, dass der Grund seine konservierende Wirkung war. Durch seine Beimengung hielt das Bier einfach länger und blieb frisch. Und an Bier ist die Menschheit schon seit Jahrtausenden interessiert, ist es doch das älteste Kulturgetränk der Welt!

4 Fakten zum Hopfen

Wusstest Du, dass...

... Hopfen andere Rauschpflanzen wie Tollkirsche und Bilsenkraut als Bestandteil des Bieres ablöste?

... Hopfen zu den Hanfgewächsen gehört und daher mit Cannabis verwandt ist? (der Geruch verrät es)

…die Hallertau in Bayern das größte, zusammenhängen Hopfenanbaugebiet der Welt ist?

…Hopfensprossen als Delikatesse gelten? Diese werden aber größtenteils von den Hopfenbauern selbst gegessen.

Pflanzensteckbrief von Hopfen

Botanischer Name:Humulus lupulus
Pflanzenfamilie: Hanfgewächse
Weitere Bezeichnungen: Hoppen, Hopf, Hupfen
Blütezeit: Juli bis September
Erntezeit: August
Standort: warm, sonnig bis halbschattig
Herkunft:heimisch
Blütenfarbe:grün
Blütenform: Zapfen
Blattfarbe: grün
Blattform: eiförmig, gesägt
Blatteigenschaften:3 bis 7 lappig, seltener 9 lappig
Bodenart: locker, nährstoffreich
Bodenfeuchte: frisch bis feucht
ph-Wert: leicht sauer (ph 6,0 bis 6,5)
Kalkverträglichkeit: kalkliebend
Nährstoffbedarf: hoch, kann sich aber auf weniger umstellen
Giftigkeit: ungiftig

Allgemeines und Heilwirkung von Hopfen

Hopfen ist schlaffördernd. Hopfen-Tee wird heute noch angewendet, um unruhige Menschen zu Ruhe zu bringen. Gerne werden diesem Tee noch andere, wirkähnliche Pflanzen wie Melisse oder Baldrian beigemischt. Bei besonders unruhigen Kindern hat man früher diese Mischung auch gerne noch mit etwas Laudanum, einem Opium-Derivat, kombiniert. Ob es da den Tee noch gebraucht hätte, ist fraglich, aber heute findet das selbstverständlich keine Anwendung mehr.

Die Aussage, dass Bier einen dicken Bauch macht stimmt. Da Hopfen pflanzliche Östrogene enthält, wirkt er im menschlichen Organismus verweiblichend. Der männliche, starke Biertrinker merkt daher, dass sein Bauch und seine Brust wachsen und sich die Körperbehaarung verändert.

Wie alle Hanfgewächse hat auch Hopfen eine beruhigende Wirkung. Verantwortlich dafür ist das ätherische Hopfen-Öl und auch das Hopfenharz, dass in den Zapfen gebildet wird. Das Harz hat eine ähnliche Wirkung wie das körpereigene Melatonin und dockt auch an die gleichen Rezeptoren im Gehirn an. Sein Geruch erinnert bereits an seinen Verwandten den Hanf, seine Wirkung ist dieser sehr ähnlich, wenn gleich die Schlafförderung im Vordergrund steht. Empfindliche Menschen können daher schon bei einem längeren Spaziergang durch ein Hopfenfeld müde werden.

Viele Menschen sind so angespannt, dass an die schönste Sache der Welt gar nicht zu denken ist. Ein Bier hilft hier dem einen oder anderen bei seinem Problemchen. Jedoch täte es eine Tasse Hopfentee auch. Die aphrodisierende Wirkung ist nicht dem Alkohol des Bieres zu zuschreiben, ganz im Gegenteil, Alkohol hilft bei diesem Problem nicht, sondern dem Hopfen. Er beruhigt so weit, als dass das Entspannungsnervensystem, der Parasympathikus die Kontrolle übernehmen kann und damit die Lust entflammen kann!

Was ist Hopfen?

Hopfen ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Hanfgewächse. Sie wird bis zu 6m hoch und wächst an Rankhilfen vertikal. Im Winter stirbt der oberirdische Teil der Pflanze ab und im Frühjahr treibt aus dem Wurzelstock die neue Pflanze nach. Wenn wir vom Hopfen sprechen, meinen wir die Hopfenzapfen, also die Blüten. Sie haben einen unverwechselbaren, aromatischen Geruch, der sehr an Cannabis erinnert. Hier zeigt sich die Verwandtschaft beider Pflanzen. Als heimische Pflanze ist Hopfen schon lange kultiviert und im Einsatz. Gerade als Zusatz zu Bieren sind schon jeher Pflanzen üblich. Die Tatsache, dass Hopfen auch zu einer Bierpflanze wurde, ist seiner desinfizierenden Wirkung zuzuschreiben. Lange Jahrhunderte trank man alltäglich nur Dünnbiere und verdünnte Würzweine. Grund hierfür war, dass es schwierig war sauberes Trinkwasser zubekommen. Die Gefahr, sich eine womöglich tödliche Infektion durch gewürzten Trauben- Obst-, Honigwein oder gehopftes Dünnbier zu holen war schlicht geringer.

Hopfen Inhaltsstoffe

Verwendet werden vom Hopfen die weiblichen Hopfenzapfen, die einige flüchtige Wirkstoffe enthalten. Es ist daher sinnvoll den Hopfen recht frisch zu verwenden. 

Du findest die folgenden Inhaltsstoffe im Hopfen:

Hopfen: Wirkung für Körper und Geist

Jeder der schon einen Besuch auf dem Münchner Oktoberfest oder einem anderen Bierfest hinter sich hat weiß, wie Hopfen wirkt. Er macht gemütlich, gesellig und zufrieden. Hopfen entspannt, beruhigt und macht den Menschen damit empfänglicher für gute Laune. Aus Sicht der Pflanzenheilkunde sind auftretende Unruhen auf Bierfesten dem Alkohol zuzuschreiben, den Hopfen trifft hier keine Schuld. Sein Grundcharakter ist von ruhiger, entspannter Natur und bei diesen Themen sollte an ihn gedacht werden.

Hopfen reduziert die Auswirkungen von Stress und macht müde. Er greift im Gehirn direkt in den Stoffwechsel des Schlafhormons Melatonin ein und stellt das Gehirn auf Nacht ein. Stress-Patienten mit Störungen der Libido können daher von der Hopfenwirkung profitieren. 

Dadurch, dass Hopfen einige sehr bittere Stoffe enthält, hat er eine ausgewiesene Wirkung auf die Verdauung. Er regt den Fluss von Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsen-Sekret an, wodurch sich die Verdauung und der Stuhlgang verbessern. Zusätzlich wird die Bildung von Magensäure gefördert. Man nutzt das gerade bei alten Menschen und empfiehlt ihnen, immer wieder mal ein kleines Bier für den Appetit zu trinken. Gerade Patienten mit anazider, chronischer Magenentzündung können mit dem Hopfen ihren Magen positiv anregen. Stress-Patienten hingegen haben zwar auch oft Magenprobleme, eher aber mit zu viel Magensäure. Sie haben Reflux, Magenkrämpfe und Sodbrennen. Dadurch, dass Hopfen das Nervensystem beruhigt und dem Stress entgegenwirkt, kann man auch bei diesen Patienten an den Einsatz von Hopfen-Präparaten denken. Am einfachsten machst du dir eine frische Tasse Tee. 

Humulus lupulus: Pflanzliche Östrogene als Therapeutikum

Durch seine pflanzlichen Östrogene eignet sich der Hopfen auch als Therapeutikum bei Wechseljahrsbeschwerden wie Schlafstörungen, Hitzewallungen und depressiven Verstimmungen. Aber auch bei Östrogenmangel im Rahmen eines Post-Pill-Syndroms ist er eine mögliche Wahl, über die du nachdenken kannst. Gerne kombiniert wird der Hopfen hier mit Frauenmantel und der Traubensilberkerze im Rahmen von Tropfen- oder Teepräparaten.

Durch seine entwässernden und harntreibenden Eigenschaften aus dem Hopfen, hat man Bier früher gerne auch zur Fastenzeit getrunken. Es hat Kalorien aus dem Getreide und die nierenspülenden Eigenschaften des Hopfens. Vorsicht aber für Gicht- und Rheuma-Patienten! Bier enthält sogenannte Purine, die für Gichtanfälle verantwortlich sind. Gerade in Kombination mit stark purinhaltigem Schweinefleisch führt das gerne zu akuten Gichtschüben. In Bayern und im Alpenraum ein wiederkehrendes Problem, denn die Kombination ist sehr schmackhaft und weitverbreitet. 

Eigenschaften von Hopfen

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde - Humulus lupulus

Im Folgenden findest Du noch detailliertere Informationen zu den Anwendungsgebieten des Hopfens, Diese unterscheiden sich durchaus sehr voneinander. Grund ist seine bunte Mischung an verschiedenen Wirkstoffen.

Hopfen bei Schlafproblemen

Hopfen ist eines der großen Schlafmittel der Pflanzenheilkunde. Dadurch, dass er im Zentralnervensystem direkt wirkt, indem er den Melatoninspiegel (Schlafhormon) erhöht, wirkt er auch zuverlässig. Gerade die letzten Jahre hat sich die medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen mit Melatonin weitverbreitet. Unser Hopfen ist hier die perfekte Alternative zu synthetischen Arzneimitteln. Eine probate Alternative zur direkten Einnahme per Tee oder als Bestandteil von phytotherapeutischen Fertigpräparaten ist den frischen Hopfen einfach als Duftschale im Raum aufzustellen. Früher hat man aus frischem Hopfen ganze Bündel geschnürt und diese einfach ins Zimmer oder direkt über das Bett gehängt.

Hopfen bei Periodenbeschwerden

Ein Östrogenmangel kann zu einem Libidoverlust und trockenen Schleimhäuten im ganzen Körper führen. Meist jedoch kommen die Patientinnen wegen Periodenbeschwerden wie Schmier- und Zwischenblutungen bei veränderter Zykluslänge. Pflanzen die östrogenisierend wirken gibt es viele. Die meist verwendeten sind Soja, Traubensilberkerze, Rhapontik-Rhabarber und Hopfen. Wieder gibt es Mono- oder Mischpräparate in der Apotheke zu kaufen. Ein Hopfentee kann dir hier allerdings bei leichten Problemen schon helfen. Gut ist es, wenn du deinen Hormonstatus bei solchen Problemen vorab beim Arzt oder Heilpraktiker per Blut oder besser Speicheluntersuchung bestimmen lässt. Dann hast du schwarz auf weiß wo es hapert und kannst gezielt vorgehen.

Hopfen als Beruhigungsmittel

Hopfen ist eine vielseitig einsetzbare Pflanze. Seine Wirkung auf den menschlichen Melatoninspiegel ist aber herausragend. Um das Potential des Hopfens als Beruhigungsmittel optimal zu nutzen, kannst du ihn sowohl oral einnehmen, aber auch als Aromatherapeutikum verwenden. Perfekt wäre es, wenn der Hopfen recht frisch ist und bei dir luftig aufgehängt reifen könnte. So entfaltet er seine beste Wirkung. Innerlich bietet sich eine Einnahme als Tee oder Dragees an. 

Hopfen bei Verdauungsbeschwerden

Viele Menschen haben eine Verstopfungsneigung, weil die aktiven Verdauungsdrüsen Leber/Galle und Bauchspeicheldrüse einfach nicht optimal ihre Arbeit tun und etwas träge sind. Gerade Stress wirkt sich auch hier fatal aus, weil er die Aktivität der Verdauungsdrüsen hemmt und reduziert. Klar, ein Mensch auf der Flucht muss rennen, nicht verdauen. Die Folgen können schwerer Stuhlgang und Verstopfungen sein.

Hopfen wirkt nun zum einen entspannend und stressreduzierend, zum anderen mit seinen Bitterstoffen aber auch direkt auf Leber/Galle und Bauchspeicheldrüse. Bitterstoffe regen alle Speicheldrüsen im Körper dazu an ihre Sekrete zu produzieren. Und genau dieses Sekret enthalten die Verdauungsenzyme und Gallensäuren, die wir brauchen, damit die Nahrung gut verstoffwechselt werden kann.

Hopfen bei Magenbeschwerden

Die Magenbeschwerden hängen oftmals mit den sonstigen Verdauungsbeschwerden im Rahmen von Anspannung und Stress zusammen. Ein gestresster Mensch produziert Anfangs sehr viel Magensäure und leidet daher manchmal unter Reflux und Sodbrennen. Aber ein Magen kann auch erschöpfen. Nach langen Jahren des Zuviels an Magensäure kann er auch schwach werden und zu wenig Säure produzieren. Dieser Zustand ist auch nicht besser. Schließlich brauchen wir als Mischkost-Fresser unsere starke Magensäure zu Verdauung.

Hopfen hilft in dieser Situation doppelt. Zum einen verringert er den körperlichen Stresspegel, zum anderen regt er den müden Magen an wieder Magensäure zu bilden. Selbstverständlich sollte man in solchen Situationen nicht an Bier, sondern an Tee oder Arzneimittel denken. Der Alkohol des Bieres wäre in beiden Fällen für den Magen eine Belastung.

Hinweise zur Verwendung von Hopfen

Wenn es um eine Schlafproblematik geht, ist es ratsam den Hopfen abends zu nehmen. Dadurch, dass er schlaffördernd wirkt, ist eine Einnahme tagsüber eher störend, da Du müde wirst. Gerade Tees oder starke Tinkturen sind hier keine elegante Lösung. Bei ausgesprochener Nervosität kann man auch tagsüber hopfenhaltige, naturheilkundliche Arzneimittel nehmen. Es gibt sie als Komplexmittel in Tabletten- oder Tropfenform. Besprich Dich da einfach mit deinem Behandler und probiere auch aus, wie Du individuell reagierst.

Wenn es um die Wirkung auf die Verdauung geht, so ist es immer ratsam etwas oral einzunehmen. Gerne auch mit explizit bitterem Geschmack, wie starke Tinkturen, da der Geschmack eine nervliche Rückkopplung zu deinen Verdauungsdrüsen hat. Das merkst Du selbst, denn ein bitterer Geschmack lässt Dir sofort das Wasser im Mund (und Darm) zusammenlaufen. 

Bei dem Einsatz von Hopfen als östrogenisierendes Mittel ist es egal, ob Du es vor oder nach dem Essen einnimmst. Wichtig ist hier die Regelmäßigkeit mit meist drei Einnahmen täglich.

Hopfen in der Schwangerschaft und Stillzeit

Hopfen kannst Du auch in der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos verwenden. Hebammen empfehlen ihn regelmäßig bei Schlafstörungen als Tee. Aber gerade auch bei der auftretenden Schwangerschaftsübelkeit hilft Hopfen als Bitterquelle gut, regt die Verdauung an und beruhigt den Magen. Bei unruhigen Säuglingen bietet sich der Hopfenstrauß über dem Bettchen als sanfte Aromatherapie an.

Hopfen und Alkohol

Bitte denke daran, Hopfen kann in diversen Darreichungsformen eingenommen werden. Auch wenn gegen ein Bier hin und wieder nichts spricht, sollte es nicht die Regel werden. Achte bitte auf Deinen Alkoholkonsum, auch und gerade in Stress-Situationen.

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