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Weißbirke
Katzenbart

Katzenbart: Heilpflanze bei Nierenleiden

Der Katzenbart ist eine klassische Heilpflanze, die bei Nieren- und Blasenleiden eingesetzt wird. In ihrer Heimat, dem tropischen Asien und Indien, wird sie bereits seit langer Zeit angewendet. Im 19. Jahrhundert erreichte die Pflanze durch die Engländer auch Europa und fand hier rasch Beachtung. Sie wird in ihrer Heimat, wie bei uns, als Heilpflanze für den Urogenitaltrakt erster Güte betrachtet und ihrer medizinischen Indikationen gelten als gesichert und erforscht. Heute ist sie in nahezu jeder abendländischen Apotheke käuflich zu erwerben und wird gerne mit anderen Klassikern wie Bärentraubenblättern, Goldrute oder Brennnessel kombiniert.

4 Fakten zu Katzenbart

Wusstest Du, dass...

... der Katzenbart auch leichten Nierengrieß ausschwämmen kann?

... sich der Name von den Schnurrbart-ähnlichen Blättern der Pflanze ableitet?

... der griechische Name nichts anderes bedeutet als "aufrechtstehendes Rohr"?

Pflanzensteckbrief des Katzenbarts

Botanischer Name:Orthosiphon stamineus
Pflanzenfamilie: Lippenblütler
Weitere Bezeichnungen: Indischer Nierentee, Java-Tee
Blütezeit: März
Erntezeit: Februar
Standort: sonnig
Herkunft:Asien
Blütenfarbe:weiß-weißviolett
Blütenform: quirlig
Blattfarbe: bräunlich-grün
Blattform: oval bis lanzettlich
Blatteigenschaften:geadert
Bodenart: Humus
Bodenfeuchte: feucht
ph-Wert: neutral
Kalkverträglichkeit: kalkscheu
Nährstoffbedarf: mäßig nährstoffreich
Giftigkeit: ungiftig

Allgemeines und Heilwirkung von Orthosiphon stamineus

Katzenbart ist antimikrobiell. Dabei gehen die Wirkstoffe gegen Bakterien und Viren vor, reduzieren deren Population und helfen dabei, diese besser ausspülen zu können.

Katzenbart ist diuretisch. Er regt die Niere dazu an mehr Harn zu produzieren. Der Patient muss öfters auf die Toilette und mehr Flüssigkeit spült die Harwege durch. Erreger können sich so schlechter einnisten und mehr harnpflichtige Substanzen werden ausgeschieden.

Katzenbart ist krampflösend. Feine Muskulatur, wie die der Harnwege oder Gallengänge wird davon positiv beeinflusst. Sie kann sich besser entspannen und neigt weniger zu Krämpfen. Verdauung und Harnausscheidung können so komplikationsfrei ablaufen.

Was ist die Katzenbart?

Der Katzenbart ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Ursprünglich beheimatet ist die Pflanze im tropischen Asien und in Indien. Meist findet man ihn in Java und Sumatra, was ihm auch den Beinamen Java-Tee eingebracht hat. Katzenbart-Pflanzen werden bis zu 60cm hoch und weisen charakteristische Scheinquirle als Staubblätter auf. Diese ähneln den Schnurrhaaren einer Katze und ließen den ein oder anderen die Frage stellen, welche Röhrchen er damit denn sauber putzen könne. Die Blüten der Pflanze sind klassisch weiß bis violett. Die Blätter sind grün, mit einem gesägten Rand und kreisförmig unterhalb der Blüten angeordnet.

Orthosiphon stamineus: Inhaltstoffe

Die Inhaltsstoffe des Katzenbarts ergeben in Summe eine sehr gute Mischung bei Erkrankungen im Uro-Genital-Trakt. Folgende Stoffe sind enthalten:

Katzenbart: Wirkung für Körper und Geist

Der Katzenbart ist in seinem Heimatregionen schon sehr lange für seine herausragende Wirkung auf den Urogenitaltrakt bekannt. In der Niere regt er die Bildung von Harn und damit die Filtration des Blutes an. Dadurch steigert er die Reinigung des Körpers von Schlacken aus dem intermediären Stoffwechsel. Harnpflichtige Substanzen jeder Art werden so vermehrt ausgeschieden und der Organismus entlastet. Durch diese starke Diurese-Leistung wird ein Anpassen der Trinkmenge unter der Behandlung mit Katzenbart unausweichlich. Die erhöhte Harnmenge spült nun im Weiteren die ableitenden Harnwege gründlich durch und verringert so die Chance von Erregern, sich in der Blasenschleimhaut festzusetzen und eine entzündliche Infektion hervorzurufen. Außerdem wirkt der Katzenbart leicht krampflösend. Man macht sich dies in Kombination mit den spülenden Eigenschaften der Pflanze zu Nutze, um leichten Nierengries zu behandeln. Die erhöhte Harnmenge mit der krampflösenden Wirkung der Pflanze begünstigen so das Ausschwämmen des Grieses.

Eigenschaften von Betula alba

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde: Katzenbart

Der Katzenbart ist ein Spezialist unter den Heilpflanzen. Daher drehen sich die wichtigsten Indikationen um urogenitale Themen.

Orthosiphon stamineus bei Nierenleiden

Der Katzenbart regt mit seinen Inhaltsstoffen die Niere massiv an ihre Diureseleistung zu erhöhen. Das führt dazu, dass die Niere mehr Blut filtert und daraus mehr Harn abpresst. Der Körper wird somit besser gereinigt und dabei unterstützt, harnpflichtige Substanzen auszuscheiden. 

Katzenbart bei Harnwegsinfekten

Die meisten Harnwegsinfekte finden auf der Oberfläche der Schleimhäute statt, die die Harnwege auskleiden. Hier setzen sich Erreger wie Pilze, Bakterien und Viren fest, entzünden diese Schleimhäute und verursachen Symptome. Dadurch dass der Katzenbart die Harnmenge erhöht, werden die Schleimhäute besser gespült. Die Erreger können sich nicht auf der Schleimhaut festhalten, ihre Anzahl wird verringert und das Immunsystem kann den Verbleibenden besser Herr werden. 

Orthosiphon stamineus bei Nierengrieß

Der Nierengries ist der Auftakt zu Nierensteinen. Dabei handelt es sich um solide Steinchen, die im Nierenbecken verweilen und wachsen. Dadurch, dass der Nierengries noch recht klein ist besteht die Chance ihn auszuspülen. Der Katzenbart hilft hier, indem er zum einen die Harnmenge erhöht und zum anderen krampflösend auf die Harnwege wirkt. Losgespülter Gries kann so krampffrei durch die Harnwege gleiten und seinen Weg komplikationsfrei nach draußen finden. Der Gries kann dann nicht weiter wachsen und das Risiko für einen echten Nierenstein ist verringert worden.

Hinweise zur Verwendung von Katzenbart

Eine Anwendung des Katzenbartes sollte immer mit einer erhöhten Trinkmenge einhergehen. 

Orthosiphon stamineus in der Schwangerschaft & Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf den Katzenbart verzichtet werden.

Katzenbart bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit

Patienten, die Wassereinlagerungen und Ödeme durch eingeschränkte Herz- und Nierentätigkeit haben dürfen den Katzenbart nicht anwenden.

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