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Koloquinte
Koloquinte

Koloquinte: Giftiger Kürbis mit Heilwirkung

Die Koloquinte ist eine alte Medizinalpflanze. Im arabischen Raum wird sie seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke genutzt, und auch in der Bibel wird sie bereits als geeignetes Abführmittel gelobt. Dabei war auch das Erbrechen gemeint. Sein Spitzname Purgiergurke weist darauf hin, dass sie dafür verwendet wurde, Patienten gezielt erbrechen zu lassen. Ihre heutige Bedeutung ist spezifischer geworden. Sie wird nur noch in naturheilkundlichen Kreisen eigesetzt, erfreut sich dort aber großer Beliebtheit zur Anwendung bei vielen Formen von Krämpfen und Koliken.

3 Fakten zur Koloquinte

Wusstest Du, dass...

... sie ein gängiges Abführmittel im Mittelalter war?

... sie in trockenen, kargen Gebieten überleben kann, weil sie eine meterlange Pfahlwurzel ausbildet?

... die Früchte wegen der Verwandtschaft unglücklicherweise mit den Zucchini verwechselt werden

Pflanzensteckbrief von Koloquinte

Botanischer Name:Citrullus colocynthis
Pflanzenfamilie: Kürbisgewächse
Weitere Bezeichnungen: Bitterkürbis, Puriergurke
Blütezeit: Mai bis September
Erntezeit: Oktober bis Februar
Standort: sonnig
Herkunft:Nordafrika und Südwestasien
Blütenfarbe:gelb
Blütenform: fünfblättrig
Blattfarbe: grün
Blattform: fünfblättrig
Blatteigenschaften:handförmig, drei- bis fünffach geklappt
Bodenart: lehmiger bis sandiger und kiesiger Boden
Bodenfeuchte: mäßig trocken, trocken, wechseltrocken
ph-Wert: mäßig sauer bis neutral
Kalkverträglichkeit: kalktolerant
Nährstoffbedarf: mäßig bis nährstoffreich
Giftigkeit: giftig

Allgemeines und Heilwirkung von Citrullus colocynthis

Colocynthis ist krampflösend. Sie geht selbst bei starken Krämpfen zuverlässig gegen diese vor und schafft Entspannung. Kolikschmerzen verschwinden so zuverlässig und das Wohlbefinden kehrt zurück.

Colocynthis ist verdauungsfördernd. Wenn die Verdauungsorgane krampfen, kann kein Verdauungssekret fließen und die Verdauung steht. Colocynthis hat einen relaxierenden Effekt auf die Verdauung und fördert dies damit. Verstopfungen und Durchfall gehen zurück und das Geschehen normalisiert sich wieder.

Colocynthis ist durchfallhemmend. Häufig sind blockierte, krampfende Verdauungsorgane verantwortlich für Durchfälle. Dadurch, dass die Koloquinte die Krämpfe löst, geht auch der Durchfall wieder zurück und der Stuhl erlangt wieder Konsistenz.

Was ist Koloquinte?

Die Kologuinte ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit Knollen aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie ist Nordamerika und Südostasien beheimatet, wird allerdings in unseren breiten als Kulturpflanze angebaut. Sie wächst entweder auf dem Boden niederliegend oder klettert gerne empor, wenn sie die Möglichkeitt geboten bekommt. Sie hat gestielte, 3-5-lappige Blätter, die bis zu 9cm breit und lang werden. Beide Seiten des Blattes sind behaart und ihre Ranken einfach bis mehrfach verzweigt. Die gelben Blüten treten im Mai auf und dauern meist bis September. Sie sind fünfblättrig und rundlich. Die Frucht der Pflanze, eine Panzerbeere von bis zu 10cm Länge und 8cm Breite leuchtet meist in einem hellen Gelbton, kann aber auch weißlich-grünlich sein. Geerntet wird sie Oktober bis Februar. Medizinisch eingesetzt wird das getrocknete Fruchtfleisch der reifen Früchte.

Citrullus colocynthis: Inhaltstoffe

Die Koloquinte enthält für diese Pflanzenfamilie typische Wirkstoffe, die durch ihre massive Bitterkeit auffallen.

Koloquinte: Wirkung für Körper und Geist

Die Grundwirkung dieser Pflanze beruht auf ihren bitteren Cucurbitacinen. Diese regen die Verdauungsdrüsen massiv an und reizen sie zu sezernieren. Außerdem haben sie auf muskuläre Strukturen eine entspannende und ausgleichende Wirkung. In Reinform kann sie sehr schnell toxische Erscheinungen hervorrufen, weshalb sie ausschließlich in verdünnter Form angewendet wird. Meist ist sie homöopathisch oder spagyrisch zubereitet. Ihre entspannende Wirkung wird daher zur Behandlung verschiedenen starken Krampfthemen genutzt. Nieren- und Gallenkoliken gehören genauso dazu, wie durch Darmkrämpfe hervorgerufene Durchfälle. Der Colocynthis-Patient fällt auch auf seelischer Ebene mit Loslassens-Themen und Anspannungsproblemen auf.

Eigenschaften von Citrullus colocynthis

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde: Koloquinte

Das übergeordnete Thema der Koloquinte sind Krämpfe, Koliken und Spasmen. Es geht also um Symptome, die durch Anspannung hervorgerufen werden.

Citrullus colocynthis bei Krämpfen

Krämpfe können sowohl in inneren Organen mit Muskulatur wie Gallenblase, Darm oder Nieren stattfinden, aber selbstverständlich auch an der Skelettmuskulatur. Die Koloquinte hemmt diese Krämpfe und verringert die Neigung zu diesen Krämpfen. Sie entspannt die muskulären Strukturen und schwächte damit die Symptome ab.

Koloquinte bei Ärger & Schreck

Bei Ärger und Schreck wird im Körper automatisch das Stressnervensystem aktiviert, welches zur Anspannung der Muskulatur führt. Dieses macht Verspannungen und begünstigt kolikartige Zustände. Die Koloquinte hilft dabei, dass die Anspannung wieder zurück geht und sich die Auswirkungen der mentalen Anspannung nicht körperlich durchsetzen. Die Muskulatur lässt wieder locker und die Beschwerden gehen zurück.

Citrullus colocynthis als Abführmittel

In höherer Dosierung kann Koloquinte als Abführmittel genutzt werden. Sie regt dabei die Gallenblase und Bauchspeicheldrüse mit ihren Bitterstofen zur Arbeit an. Diese schütten ihre Verdauungssekrete aus und helfen dabei, dass der Darm den Stuhl sanft, aber nachhaltig ausscheiden kann. Die Verstopfung vergeht und die Verdauung normalisiert sich wieder.

Koloquinte bei Durchfall

Auch Durchfall kann seine Ursache in einem Mangel an Verdauungssaft haben. Dadurch verdaut der Körper die Nahrung nicht mehr richtig und entscheidet sich dazu, den ungaren Verdauungsbrei schnell auszuschwemmen. Die Koloquinte regt mit den Bitterstoffen die Verdauungsdrüsen an und der Darm bekommt wieder die Kraft, die Nahrung zu überwinden. Daher stellt er den Durchfall ein und der Stuhl bleibt seine gewohnte Dauer im Körper.

Hinweise zur Verwendung von Citrullus colocynthis

Die Koloquinte ist meist Bestandteil von Fertigmischungen oder wird als spagyrisches oder homöopathisches Einzelmittel ab der D6 verabreicht. Erst hier ist sie so gut dosierbar, um die Vorzüge als Heilpflanze zu betonen. Die Anwendung erfolgt kurmäßig oder in Phasen hoher Belastung für das (Verdauungs-) System. Eine mehrfache Einnahme ist im Akutfall angezeigt.

Koloquinte in der Schwangerschaft & Stillzeit

Auch in der Schwangerschaft kann sie in spagyrischer oder homöopathischer Form ab der D6 bei allen Arten an Krämpfen und Koliken angewendet werden. Höhere Konzentrationen und längere Einnahmen sind nicht geraten wegen ihrer abortiven Wirkung auf den Fötus.

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