So diagnostizierst Du diese 5 Mineralstoffmängel

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Mineralstoffmängel sind weiter verbreitet, als man denkt. Wenn Mineralstoffe fehlen, können sich daraus chronische Krankheiten entwickeln. Auch kann ein Mineralstoffmangel bestehende Beschwerden verschlimmern oder deren Heilung verhindern. Eine gute Mineralstoffversorgung ist daher ein wichtiger Aspekt einer jeden ganzheitlichen Therapie und Prävention. Das Blutbild ist in einigen Fällen jedoch nicht die richtige Vorgehensweise, um eine Mangelversorgung an Mineralstoffen festzustellen. Wir erklären Dir die Details rund um die Diagnose eines Mineralstoffmangels.

Welche Mineralstoffe braucht der Körper?

Mineralstoffe und Spurenelemente sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die vom Körper nicht selbst produziert werden können und deshalb mit der Nahrung dem Körper zugeführt werden müssen. Sie erfüllen im Organismus zahlreiche Funktionen. Ein Mineralstoffmangel kann massiv gesundheitsschädlich sein und sogar gesundheitliche Beschwerden verschlechtern, deren Entstehung fördern und Heilprozesse hemmen. Zu einer sinnvollen Prävention und Therapie gehört daher immer auch eine gute Mineralstoffversorgung.

Es kann zwischen Mineralstoffen und essenziellen Spurenelementen unterschieden werden. Mineralstoffe werden in größeren Mengen und Spurenelemente in geringeren Mengen vom Körper benötigt.

7 essenzielle Mineralstoffe:

Mineralstoffe kommen in Mengen von mehr als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht im menschlichen Organismus vor. Zu den Mineralstoffen gehören unter anderem:

Natrium-, Chlor- und Phosphormängel sind so gut wie nie ein Thema, da gerade Phosphor überreichlich in fast allen Grundnahrungsmitteln wie Fleisch, Käse, Getreide und Nüssen enthalten ist und Natrium und Chlor ebenfalls meist mehr als ausreichend schon allein über Kochsalz (Natriumchlorid) eingenommen wird.

9 essenzielle Spurenelemente:

Spurenelemente kommen in Mengen von weniger als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht im menschlichen Organismus vor. Eine Ausnahme stellt das Eisen dar: Es wird als Spurenelement bezeichnet, obwohl es mit 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht eigentlich zu den Mineralstoffen zählen müsste.

Zu den essenziellen Spurenelementen gehören:

Auch Silizium und Bor gehören dazu. Jedoch ist bisher noch nicht geklärt, ob diese für den Menschen essenziell sind oder nicht. 

Ursachen & Symptome eines Mineralstoffmangels

Ein Mineralstoffmangel kann einerseits durch eine einseitige Ernährung und den häufigen Verzehr von nährstoffarmen Fertiggerichten und Fast Food bedingt sein. Andererseits hat die Nährstoffdichte in einigen Lebensmitteln in den letzten Jahrzehnten durch falsche Düngungsmethoden, unzureichende Mineralisierung und industrielle Aufbereitung der Böden konstant abgenommen. Durch die Nahrung allein kann der Körper heutzutage in vielen Fällen nicht mehr mit genug Mineralstoffen versorgt werden. Deshalb sollte die Mineralstoffzufuhr im Blick behalten und regelmäßig überprüft werden.

Durch einen Mineralstoffmangel können unspezifische Symptome wie Müdigkeit, ein verändertes Hautbild und Haarausfall auftreten. Sollten bei Dir derartige diffuse Beschwerden auftreten, dann lass’ am besten Deine Mineralstoffversorgung überprüfen. Aber auch ernsthafte und chronische Erkrankungen wie Osteoporose, Herzrhythmusstörungen oder Blutarmut (Anämie) können dadurch begünstigt werden.

Mineralstoffmangel diagnostizieren & ausgleichen

Wenn ein Mineralstoffmangel vorliegt, kannst Du diesen mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Infusionen gezielt entgegenwirken und damit nicht nur Deine Beschwerden bessern, sondern auch weiteren gesundheitlichen Problemen vorbeugen und Deine allgemeine Fitness verbessern.

Überprüfe Deine Ernährung

Eine Person schreibt mit einem roten Kulli in einem karierten Heft

Oft kann schon allein die Überprüfung der persönlichen Ernährung erste Hinweise auf die Mineralstoffversorgung geben. Führe bestenfalls ein Ernährungstagebuch, in dem Du Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine notierst. Auch ein Gespräch mit einem ganzheitlichen Ernährungsberater kann hilfreich sein.

Allein der Nährstoffgehalt der Nahrung sagt allerdings noch nicht viel darüber aus, wie gut die Nährstoffe schließlich vom Organismus aufgenommen und verwertet werden können. Daher ist eine umfassende Diagnose mithilfe entsprechender Laborwerte die sicherere Variante. Derartige Untersuchungen bietet Dein Hausarzt oder Heilpraktiker an.

Checke Deine Mineralien mit Haar- oder Nagelproben

Frau mit Bluse hält ihre beiden Hände vor die Brust

Erste Anzeichen für einen chronischen Mineralstoffmangel liefert Dir eine Nagel- oder Haaranalyse. Eine solche Analyse kannst Du selbst in Auftrag geben. 

Du erhältst nach der Bestellung häufig einen Brief mit Anleitung für die selbstständige Entnahme der Haar- oder Nagelproben, welche Du in einem Umschlag an das Labor zurückschickst. Anschließend wird Dir Dein Testergebnis per E-Mail mitgeteilt.

Lasse ein Blutbild und weitere Untersuchungen durchführen

Ärztin stellt Untersuchungen in einem Labor an

Mit den Blutuntersuchungen können einige Mineralstoffwerte bestimmt werden. Beim Arzt werden Mineralstoffe dabei jedoch selten und nur auf Anfrage berücksichtigt. Auch bei vorhandenen Beschwerden und der Diagnose von Krankheiten wird ein Mineralstoffmangel selten als mögliche Ursache in Betracht gezogen und nur auf explizite Anfrage untersucht. Allenfalls die Eisenwerte werden ab und zu überprüft. Schließlich wird nach wie vor davon ausgegangen, dass es in den Industrienationen zu keinen Mineralstoffmängeln kommen kann.

Calcium, Magnesium, Eisen, Jod und Zink gehören zu den häufigsten Mineralstoffmängeln in Deutschland. Daher zeigen wir Dir im Folgenden weitere Möglichkeiten auf, den Mängeln der genannten Mineralstoffe auf den Grund zu gehen.

Die 5 häufigsten Mineralstoffmängel

1. Calciummangel

Milch wird in Glas gekippt

Calcium befindet sich zu 99 Prozent in Knochen. Das übrige Prozent verteilt sich auf das Blut und die Zellen der übrigen Organe. Der Blutcalciumspiegel wird vom Organismus nach Möglichkeit immer gleich gehalten. Sobald er sinkt, wird Calcium aus den Knochen gelöst. Steigt der Blutcalciumspiegel wieder, wird das gelöste Calcium den Knochen wieder zugeführt. Deshalb ist eine Blutuntersuchung zur Feststellung der Calciumversorgung die beste Option. Ein mangelhafter Calciumspiegel kann zahlreiche Symptome auslösen, wie beispielsweise Hauttrockenheit bis hin zu Ekzemen, Hautkribbeln, Herz-Kreislauf-Schwierigkeiten oder Karies. Der Bedarf an Calcium liegt bei Erwachsenen bei etwa 1000 mg pro Tag.

Ein Calciummangel kann unter Umständen auch bei westlichen Ernährungsweisen auftreten, wenn die Calciumaufnahme durch einen starken Vitamin-D-Mangel blockiert ist. Ein Problem ist an dieser Stelle ansonsten eher ein Calciumüberschuss bei gleichzeitigem Magnesiummangel. Bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist ein Calciummangel üblich, wenn nicht ausreichend calciumhaltige pflanzliche Lebensmittel als Alternative zu Milchprodukten konsumiert werden. 

2. Magnesiummangel

Nüsse auf einem Wochenmarkt, Person schüttet Nüsse in Beutel

Magnesium befindet sich überwiegend im Zellinneren und nur zu einem Prozent im Blutserum, also der Blutflüssigkeit ohne Blutzellen. Mehr als die Hälfte des Körpermagnesiums befindet sich in den Knochen. Deshalb ist Magnesium für die Knochengesundheit von Bedeutung, wird jedoch oft vernachlässigt. Demnach kann es zu einem Calcium-Magnesium-Ungleichgewicht kommen, das sich negativ auf die Knochengesundheit auswirkt. Eine typische Magnesiummangelerscheinung sind Muskelkrämpfe, insbesondere in den Waden, da das Mineral unter anderem für gesunde Muskel- und Nervenfunktionen verantwortlich ist. Auch zu Herzrhythmusstörungen kann es kommen, da es sich bei dem Herzen auch um einen Muskel handelt. Treten zusätzlich Verdauungsbeschwerden auf, wie z.B. Verstopfung, dann könnte dies ebenfalls auf einen Magnesiummangel hindeuten.

Der Bedarf an Magnesium beträgt täglich etwa 300 bis 400 mg. Meist lassen Ärzte den Magnesiumspiegel im Serum bestimmen. Dort aber zeigt sich ein Mineralstoffmangel und insbesondere ein Magnesiummangel meist erst, wenn er schon stark ausgeprägt ist. Sinnvoller ist daher eine Analyse des Magnesiumwertes im Vollblut. Solltest Du eine Haarmineralanalyse durchführen lassen, beachte, dass ein Überschuss im Analyseergebnis auch auf einen möglichen Magnesiummangel hinweisen kann.

3. Eisenmangel

Haferflocken und Metalllöffel

Eisen ist für den Sauerstofftransport im Körper zuständig. Es befindet sich zu diesem Zweck zu 70 Prozent im Hämoglobin, dem Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen. Bei einem Eisenmangel kann der Organismus nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt werden. Betroffene sind infolgedessen chronisch müde und erschöpft. Auch Schwindel, Haarausfall, schlechte Nägel und Kopfschmerzen sind Begleiterscheinungen eines Eisenmangels. Der Eisenbedarf liegt bei 10 – 15 mg pro Tag, bei Schwangeren und Stillenden bei 20 – 30 mg. 

Wenn Du einen Eisenmangel bei Dir vermutest, kannst Du zunächst überprüfen, ob Symptome wie Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Haarausfall, Nagelbrüchigkeit und unruhige Beine bei Dir auftreten. 

Anschließend kann ein Blutbild erstellt werden, wobei der Ferritinwert (Speichereisen) bestimmt wird. Dieser Wert ist zuverlässiger als der Hämoglobin- und Hämatokritwert, der erst bei einem gravierenden Eisenmangel ein niedriges Level erreicht. Über den Ferritinwert kann der Eisenstatus des Körpers frühzeitig und genauer bestimmt werden. Weitere Werte (MCV, MCHC) helfen dem Arzt, die mögliche Ursache der Anämie zu ergründen.

Der Eisenwert im Serum ist dagegen kein guter Indikator für die Eisenversorgung des Körpers. Er bleibt oft noch im Normalbereich, auch wenn bereits ein Eisenmangel vorliegt und sinkt erst, wenn der Mangel bereits ausgeprägt ist. 

Zudem sinkt er auch bei jeder Entzündung im Organismus, da das Eisen in solchen Fällen in Speichereisen umgewandelt wird. Freies Eisen im Blut würde das Immunsystem stören. Ein leistungsstarkes Immunsystem ist bei Entzündungen jedoch sehr wichtig. In diesem Fall wäre es günstig, auf eine Eiseneinnahme zu verzichten, um das Immunsystem nicht vorsätzlich zu schwächen.

4. Jodmangel

Sushi-Platte

Jod gilt als das wichtigste Spurenelement für die Schilddrüse, da es ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist. Es finden sich daher 99 Prozent des körpereigenen Jods in der Schilddrüse. Da die Schilddrüsenhormone den gesamten Stoffwechsel am Laufen halten, äußert sich ein Jodmangel schnell in einem verlangsamten Stoffwechsel. Die typischen Symptome einer sogenannten “jodmangelbedingten Schilddrüsenunterfunktion” sind Müdigkeit, Übergewicht bei geringer Nahrungszufuhr, Appetitlosigkeit, Depressionen, Verstopfung und verlangsamter Herzschlag. Bei Kindern ist eine gehemmte körperliche und geistige Entwicklung eine Konsequenz von Jodmangel. Der Jodbedarf eines Erwachsenen liegt bei täglich 150 – 200 mg. Schwangere und Stillende sollten auf eine Jodzufuhr von 200 – 300 mg achten. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sollte besser nicht mehr Jod zugeführt werden als erforderlich.

Der Jodstatus kann im Urin gemessen werden. Sind die Jodwerte niedrig, kann von einem Jodmangel ausgegangen werden. Darüber hinaus werden oft zusätzlich die Schilddrüsenwerte gemessen. Ein erhöhter TSH-Wert weist darauf hin, dass nicht genug Jod verfügbar ist, um ausreichend Schilddrüsenhormone bilden zu können. Jedoch kann ein hoher TSH-Wert auch andere Ursachen haben.

5. Zinkmangel

Rindfleisch auf Holz

Zink hat ganz spezielle Aufgabenbereiche. Es kümmert sich beispielsweise um das Immunsystem, sodass ein Mangel zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen kann. Als Bestandteil antioxidativer und entgiftender Enzyme verbessert es die Abwehrkraft des Körpers und schützt vor oxidativem Stress durch Gift- und Schadstoffe. 

Zink befindet sich überdies in den Geschlechtsorganen und ist somit für die Fruchtbarkeit unentbehrlich. Auch die Knochengesundheit hängt von einer guten Zinkversorgung ab. 

Ein Zinkmangel kann sich u.a. in Hautproblemen, wie Akne, trockener Haut, Schuppen oder schlechter Wundheilung, Nagelveränderungen und Haarausfall äußern. Auch eine erhöhte Infektanfälligkeit sowie eingeschränkte Fruchtbarkeit können mangelhafte Zinkwerte nach sich ziehen. Der Zinkbedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 10 mg pro Tag. Empfohlen wird die Bestimmung des Zinkwertes im Vollblut, da sich 98 Prozent des körpereigenen Zinks im Innern der Zellen befinden. Da bei etlichen chronischen Erkrankungen ein Zinkmangel vorliegt, sollte der Zinkspiegel gerade bei bereits bestehenden Beschwerden überprüft werden. Eine Optimierung der Zinkversorgung kann das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen und auch ihre Chancen auf eine Heilung deutlich erhöhen.

Über die Autorin

Anna Carababas studiert Medienmanagement mit dem Schwerpunkt Markenkommunikation und Werbung an der Hochschule Macromedia in München. Sie übernimmt bei ZIMPLY NATURAL vielseitige Aufgaben in den Bereichen Operations und Marketing, wobei sie ihren Ideenreichtum und ihre Begeisterung für die verschiedensten gesundheitsbezogenen Themen einbringen kann.

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Categories: KÖRPER & BESCHWERDEN