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Zaunrübe
Zaunrübe

Zaunrübe: Unverzichtbar & natürliche Arznei

Die Bryonia alba gilt in der modernen Naturheilkunde und der Homöopathie als Polychrest. Es sind hunderte von Symptomen und Anwendungsempfehlungen beschrieben. Dabei wird sie heute nur noch als homöopathische oder spagyrische Zubereitung in Mischungen oder als Einzelmittel verordnet. Der Grund ist ihre hohe Giftigkeit und das resultierende Problem mit der Dosierung. Ihre Hauptanwendungen heute sind hitzige Entzündungen von Schleim- und serösen Häuten. Als Gichtmittel ist sie so berühmt, dass sich diese Anwendung sogar in einem Spitznamen niedergeschlagen hat.

3 Fakten zur Zaunrübe

Wusstest Du, dass...

... die Bryonia-Wurzel im Mittelalter oft als gefälschte Alraune verkauft wurde?

... der Name der Pflanze auf ihre stark rankenden Eigenschaften hinweist?

... man früher Bier in die ausgehöhlte Wurzel füllte und das dann als Abführmittel trank?

Pflanzensteckbrief von Zaunrübe

Botanischer Name:Bryonia alba
Pflanzenfamilie: Kürbisgewächs
Weitere Bezeichnungen: Gichtrübe
Blütezeit: Juni bis September
Erntezeit: nach ca. 2 Jahren
Standort: sonnig
Herkunft:Südost-Europa bis Iran
Blütenfarbe:gelbweiß
Blütenform: sternartig, Trauben
Blattfarbe: grün
Blattform: 3-5-lappig
Blatteigenschaften:gezahnte Ränder
Bodenart: lehmig, humusreich
Bodenfeuchte: feucht
ph-Wert: eher alkalisch
Kalkverträglichkeit: kalkliebend
Nährstoffbedarf: hoch
Giftigkeit: sehr giftig

Allgemeines und Heilwirkung von Bryonia alba

Bryonia ist entzündungshemmend. Gerade bei Erkrankungen des gichtisch-rheumatischen Formenkreises entzünden sich feine Häutchen im Körper und machen massive Schmerzen. Die Zaunrübe hilft hier mit ihren Wirkstoffen diese Entzündungen schnell abklingen zu lassen.

Bryonia ist immunstimulierend. Sie regt das körpereigene Immunsystem an, um gegen Infektionen besser vorgehen zu können. Die Dauer der Infektion wird verkürzt und der Verlauf abgeschwächt.

Bryonia ist abführend. Sie regt die Peristaltik des Darms an und fördert so die Ausscheidung des Stuhlgangs. In feiner, homöopathischer oder spagyrischer Zubereitung wird dies heute noch genutzt.

Was ist Zaunrübe?

Die Zaunrübe ist eine bis zu 5m hoch rankende Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie bildet eine sehr starke, weiße Wurzel aus, die hauptsächlich in der Heilkunde Anwendung findet. Diese Wurzel kann bis zu 3kg schwer werden und wird in der Regel erst nach einigen Jahren zur weiteren Verwendung geerntet. Ihre Blätter sind 3-5-gliedrig und erinnern von der Form her an die des Spitzahorns. Die Blattränder sind stark gezackt. In den Blattachseln entspringen die Blütenstände, die keine, gelbweißliche Blüten von nur wenigen Millimetern Größe hervorbringen. Die erbsengroße Früchte sind charakteristisch schwarz und unterscheiden sie von anderen Bryonia-Arten. Heimisch ist sie in Südosteuropa bis hin zum Iran. Bei uns ist sie allerdings seit der Antike als Kulturpflanze etabliert.

Bryonia alba: Inhaltstoffe

Die Bryonia enthält einige sehr starke Bitterstoffe, die ihre Wirkung im Körper entfalten.

Zaunrübe: Wirkung für Körper und Geist

Die Wirksamkeit der Zaunrübe geht auf ihre Mischung hochpotenter Inhaltsstoffe zurück. Bis in das Mittelalter hinein wurde sie daher bei vielen Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, rheumatischen Beschwerden, Epilepsie, Lähmungen u.v.m. eingesetzt. Da die Toxizität der Pflanze eine sehr geringe therapeutische Breite bedingt sind viele Patienten an der Therapie verstorben. Dieser tage wird sie daher nur noch in stark verdünnten homöopathischen Zubereitungen oder als spagyrisches Arzneimittel eingesetzt. Dabei wirkt sie nach wie vor relaxierend auf den Darm und verringert somit die Zeit der Darmpassage. Sie führt ab. Außerdem ist sie stark entzündungshemmend, weshalb man sie zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen am Bewegungsapparat oder zur Behandlung von Erkältungserkrankungen an den Atemwegen eingesetzt wird. Sie reduziert die Schleimbildung und durch ihre Entzündunghemmung auch die auftretende Funktioneinschränkung des erkrankten Gewebes.

Eigenschaften von Bryonia alba

Anwendungsbereiche in der Naturheilkunde: Zaunrübe

Aus der Mischung diverser Inhaltsstoffe und der Wirkung auf verschiedene Stoffwechselsysteme des Körpers ergeben sich eine Reihe unterschiedlicher Indikationen, bei denen an die Zaunrübe als Therapeutikum gedacht werden sollte.

Zaunrübe bei Verstopfung

Die Zaunrübe enthält eine Mischung aus vielen Bitterstoffen. Diese aktivieren den Darm und erhöhen seine Peristaltik. Er bewegt sich somit schneller und befördert den enthaltenen Stuhl zügiger nach außen. Die Darmpassage wird somit verkürzt und die Verstopfungsneigung reduziert oder sogar abgeführt.

Bryonia alba bei Atemwegsinfekten

Bei den meisten Atemwegsinfektionen werden die Schleimhäute befallen und entzünden sich. Dadurch schwellen sie an und produzieren mehr Schleim, der abgehustet werden muss. Die Zaunrüber hemmt hier die Entzündung und reduziert die Schleimbildung. Die Atemwege werden freier und können sich so besser regenerieren und die Infektion schneller überwinden.

Zaunrübe bei Hexenschuss

Beim Hexenschuss entzünden sich Muskelgewebe und Faszien und verursachen einen plötzlichen, heftigen, rheumatischen Schmerz. Bryonia wirkt nun gegen diese rheumatische Entzündung und lindert somit das Schmerzgeschehen ab. Der Patient kann sich besser bewegen und die Muskulatur schneller regenerieren, so dass eine uneingeschränkte Bewegung wieder möglich wird.

Bryonia alba bei Sehnen- & Gelenksentzündungen

Bryonia alba wirkt antirheumatisch. Sehen- und Gelenksentzündungen gehören auch zu den rheumatischen Entzündungen. Dabei schwellen Strukturen im Körper an und verursachen Schmerzen, die in der Beweglichkeit einschränken. Mit Hilfe der Bryonia alba geht diese Entzündung zurück und Bewegung wird wieder schmerzfrei möglich.

Zaunrübe bei grippalem Infekt

Bei grippalen Infekten infiziert sich der Betroffene meist mit einem Virus, dass die Atemwege befällt und zu Husten, Schnupfen und erhöhter Temperatur führt. Die Bryonia hemmt die Entzündungen an den Atemwegen und lässt die Schleimhäute wieder abschwellen, so dass die Symptome des grippalen Infekts abnehmen.

Bryonia alba bei Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen infizieren sich die Schleimhäute des Rachens und entzünden sich. Die schleimbildenden Zellen produzieren somit mehr Schleim und der Rachen brennt. Bryonia hemmt die Entzündung in diesem Bereich und führt zu einem Rückgang der Schleimproduktion. Das Brennen verschwindet und das Schlucken erfolgt wieder beschwerdefrei.

Zaunrübe bei trockenem Husten

Bei trockenem Husten steht die Entzündung des Gewebes im Vordergrund. Die Schleimbildung und der Auswurf sind daher gering. Die Bryonia alba hemmt die Entzündung des Gewebes, die Durchblutung geht zurück, das Kitzeln und der Hustenreiz schwächen sich ab. 

Bryonia alba bei rheumatischen Erkrankungen

Von rheumatischen Entzündungen spricht man meist, wenn der Bewegungsapparat betroffen ist. Das kann im Rahmen eines Hexenschusses, eines Gichtanfalls oder einer Bandscheibenreizung passieren. Dabei schwellen Gelenke an, schmerzen und sind nur eingeschränkt beweglich. Die Bryonia hemmt Botenstoffe, die diese Entzündung vermitteln und geht damit direkt gegen die Ursache vor. Die Schwellungen gehen zurück und damit auch die Funktionseinschränkungen. 

Zaunrübe bei Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehen oftmals auf entzündliche Reizungen feiner Häutchen im Kopf zurück. Die Bryonia hilft hier dabei die Entzündung einzudämmen, so dass sich diese Häutchen wieder beruhigen und die Schmerzen zurückgehen.

Hinweise zur Verwendung von Zaunrübe

Bryonia alba wird nur als spagyrische oder homöopathische Zubereitung angewendet. Meist ist sie ein Bestandteil einer Mischung. Es gibt sowohl Präparat zur oralen Einnahme als Tropfen, Tabletten oder Sprays, aber auch Injektionspräparat sind auf dem Markt verfügbar. Die Zaunrübe ist ein Akutmittel und wird nur zur Behandlung akuter Geschehen verwendet. Dabei ist eine mehrfache Anwendung am Tag üblich.

Bryonia alba in der Schwangerschaft & Stillzeit

Grundsätzlich sollte bei der Anwendung von Bryonia alba während der Schwangerschaft und Stillzeit immer eine Rücksprache mit einem Therapeuten gesucht werden. 

Achtung giftig!

Bryonia alba als Pflanze ist hoch giftig, weshalb eine phytotherapeutische Anwendung nicht üblich ist. Daher kommen heutzutage nur verdünnte hömöopathische oder spagyrische Zubereitungen zur Anwendung.

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